Apfel-Birnen-Clafoutis ohne Mehl: so weich und saftig gelingt das Dessert
Ein Clafoutis ist das perfekte Dessert für alle, die spontan Lust auf etwas Warmes und Süßes haben. Er braucht nur wenige Zutaten, die meistens ohnehin im Haus sind. Die Version mit Äpfeln und Birnen kommt ganz ohne Mehl aus und wird trotzdem wunderbar weich.
Statt Mehl sorgen Eier, Milch und ein paar Esslöffel gemahlene Mandeln für die cremige Struktur. Das Ergebnis erinnert an einen zarten Flan mit saftigen Früchten. Perfekt für das Wochenende, für den Kaffeetisch oder als Nachtisch nach einer Suppe.
Ein Vorteil dieses Rezepts: Sie brauchen weder Waage-Akrobatik noch besondere Küchengeräte. Eine Schüssel, ein Schneebesen und eine Form genügen. Auch die Äpfel und Birnen müssen nicht perfekt aussehen, denn Druckstellen schneidet man einfach weg. So verwerten Sie Obst, das sonst vielleicht liegen bleibt.
Zeit und Portionen
- Vorbereitung: 15 Minuten
- Backzeit: 35 bis 40 Minuten
- Portionen: 6 Stück aus einer Form von 24 cm Durchmesser
Zutaten
- 2 mittelgroße Äpfel, am besten eine feste, leicht säuerliche Sorte
- 2 reife, aber nicht matschige Birnen
- 4 Eier (Größe M)
- 300 ml Milch, Zimmertemperatur
- 60 g Zucker oder nach Geschmack etwas weniger
- 3 Esslöffel gemahlene Mandeln
- 1 Päckchen Vanillezucker oder 1 Teelöffel Vanilleextrakt
- 1 Prise Salz
- 1 Teelöffel Zimt (kann man weglassen)
- etwas Butter zum Einfetten der Form
- Puderzucker zum Bestäuben
Zubereitung Schritt für Schritt
- Ofen vorheizen. Heizen Sie den Backofen auf 180 Grad Ober- und Unterhitze vor. Fetten Sie eine runde Auflaufform oder Tarteform mit Butter ein, auch an den Rändern.
- Obst vorbereiten. Schälen Sie die Äpfel und Birnen, entfernen Sie das Kerngehäuse und schneiden Sie beides in dünne Spalten von etwa einem halben Zentimeter. Wenn Sie mögen, lassen Sie bei den Birnen die Schale dran.
- Obst kurz anbraten. Erhitzen Sie eine kleine Pfanne mit einem Stück Butter und braten Sie die Spalten zwei bis drei Minuten an. Sie sollen nur leicht Farbe bekommen. Das gibt später mehr Aroma und weniger Wasser im Teig.
- Teig verrühren. Schlagen Sie die Eier mit Zucker, Vanille und Salz in einer Schüssel schaumig. Rühren Sie die Mandeln und den Zimt unter, dann gießen Sie die Milch in einem dünnen Strahl dazu. Der Teig ist flüssig, das ist richtig so.
- Verteilen. Legen Sie die Obstspalten fächerförmig in die Form. Gießen Sie den Teig langsam darüber, sodass er alle Lücken ausfüllt.
- Backen. Schieben Sie die Form auf die mittlere Schiene und backen Sie 35 bis 40 Minuten. Der Clafoutis ist fertig, wenn er goldbraun und in der Mitte fest ist. Er darf beim Herausnehmen noch leicht wackeln.
- Abkühlen lassen. Lassen Sie ihn mindestens 15 Minuten ruhen. Dabei fällt er leicht zusammen, das ist völlig normal. Zum Schluss mit Puderzucker bestäuben.
Tipps für ein gutes Gelingen
Nehmen Sie Eier und Milch rechtzeitig aus dem Kühlschrank. Kalte Zutaten verrühren sich schlechter und der Clafoutis wird ungleichmäßig. Zimmerwarm gelingt er viel cremiger.
Schneiden Sie das Obst nicht zu dick. Dicke Stücke geben beim Backen Saft ab und der Boden bleibt dann feucht. Dünne Spalten garen gleichmäßig und bleiben weich.
Wenn die Oberfläche zu schnell dunkel wird, decken Sie die Form in den letzten zehn Minuten locker mit Alufolie ab. So bleibt das Innere zart und die Kruste verbrennt nicht.
Variationen
- Mit Vollkorn-Note: Ersetzen Sie die Mandeln durch gemahlene Haselnüsse.
- Weniger süß: Reduzieren Sie den Zucker auf 40 g, die Früchte bringen schon Süße mit.
- Mit Rosinen: Eine Handvoll Rosinen, kurz in warmem Wasser eingeweicht, passt gut dazu.
- Mit Zitrone: Etwas abgeriebene Bio-Zitronenschale macht ihn frischer.
- Laktosefrei: Verwenden Sie Hafer- oder Mandeldrink statt Milch.
Was Sie dazu servieren können
Pur ist der Clafoutis schon ein Genuss. Wer es etwas festlicher mag, reicht einen Klecks Naturjoghurt, Vanillesauce oder eine Kugel Vanilleeis dazu. Auch ein Löffel Preiselbeeren oder etwas Apfelmus passt gut.
Als Frühstück am Wochenende schmeckt er mit einer Tasse Kaffee. Kinder lieben ihn lauwarm, weil er so schön weich ist. Und wenn Gäste kommen, können Sie ihn schon am Vormittag backen und kurz vor dem Servieren leicht aufwärmen.
Aufbewahrung
Der Clafoutis schmeckt warm am besten, hält sich aber abgedeckt bis zu zwei Tage im Kühlschrank. Vor dem Servieren können Sie ein Stück 20 Sekunden in der Mikrowelle oder fünf Minuten im Ofen bei 150 Grad aufwärmen. Einfrieren empfehlen wir nicht, da die Konsistenz sonst wässrig wird.
Häufige Fragen
Kann ich den Clafoutis wirklich ohne Mehl backen?
Ja. Die Eier stocken im Ofen und halten den Teig zusammen. Die gemahlenen Mandeln geben zusätzlich Bindung und einen leicht nussigen Geschmack. Das Ergebnis ist weicher als mit Mehl, ähnlich einem Pudding mit Früchten.
Welche Äpfel und Birnen eignen sich am besten?
Feste Sorten wie Boskoop, Elstar oder Braeburn bei den Äpfeln und Konferenzbirnen oder Abate Fetel bei den Birnen. Sehr weiche, mehlige Früchte zerfallen im Ofen und machen den Clafoutis matschig.
Warum ist mein Clafoutis in der Mitte noch flüssig?
Dann braucht er einfach noch ein paar Minuten, oder die Form war sehr tief. Backen Sie weitere fünf bis zehn Minuten und decken Sie die Oberfläche bei Bedarf ab. Mit einem Holzstäbchen können Sie prüfen, ob die Masse fest ist.
Kann ich Tiefkühlobst verwenden?
Ja, aber lassen Sie es vollständig auftauen und tupfen Sie es gut trocken. Sonst gelangt zu viel Wasser in den Teig. Frisches Obst gelingt in der Regel besser, im Winter ist Tiefkühlobst aber eine gute Notlösung.
Wie bekomme ich ihn ohne Zucker hin?
Sie können den Zucker durch zwei Esslöffel Honig oder Ahornsirup ersetzen oder ganz weglassen, wenn die Früchte reif sind. Für Kinder empfehlen wir etwas Zimt, der den Geschmack rund macht.
Ein Clafoutis ohne Mehl ist schnell gemacht und gelingt auch Anfängern. Probieren Sie ihn am Wochenende aus, am besten noch lauwarm mit einem Klecks Joghurt. Viel Freude beim Backen und guten Appetit!
