Backblech im Spülbecken mit Natron, Zitronensäure und heißem Wasser

Eingebranntes Backblech? Natron und Zitronensäure machen es wieder sauber

Das Backblech kommt aus dem Ofen, und auf dem Blech sitzt eine braune, harte Kruste, die jeder Schwamm ablehnt. Ein Rest Fett, ein bisschen Zucker, ein paar Mal zu heiß gebacken, und schon ist das Blech eingebrannt. Wegwerfen müssen Sie es deswegen noch lange nicht.

Mit Natron, Zitronensäure und heißem Wasser lösen Sie die Kruste, ohne stundenlang zu schrubben. Das Blech weicht ein, die Mischung sprudelt, und der Schmutz lässt sich danach mit einem Schwamm abwischen. In diesem Beitrag lesen Sie, wie es Schritt für Schritt geht.

Was Sie brauchen

  • 1 eingebranntes Backblech (Stahl oder emailliert)
  • 3 Esslöffel Natron (Backsoda)
  • 2 Esslöffel Zitronensäure (Pulver aus dem Supermarkt)
  • Heißes Wasser, am besten frisch gekocht
  • Ein Spülbecken oder eine große Wanne, in die das Blech flach hineinpasst
  • Einen Schwamm, eine weiche Bürste und ein Tuch
  • Spüllappen oder Gummihandschuhe

Die Methode, Schritt für Schritt

  1. Blech vorbereiten. Wischen Sie lose Krümel und flüssiges Fett mit Küchenpapier ab. Legen Sie das Blech flach in das Spülbecken oder die Wanne. Je weniger loser Schmutz auf dem Blech liegt, desto besser kann die Mischung an die harte Kruste herankommen.

  2. Natron verteilen. Streuen Sie 3 Esslöffel Natron gleichmäßig über das ganze Blech. Konzentrieren Sie sich auf die dunklen Stellen und die Ecken, denn dort sitzt der Schmutz am festesten. Das Pulver darf ruhig dick liegen.

  3. Zitronensäure darüberstreuen. Geben Sie 2 Esslöffel Zitronensäure dazu und verteilen Sie sie locker. Noch passiert nichts, solange das Pulver trocken ist. Erst mit dem Wasser beginnt die Reaktion, die die Kruste von unten anhebt.

  4. Heißes Wasser angießen. Gießen Sie vorsichtig heißes Wasser an den Rand des Blechs, bis es gut 1 cm hoch steht. Die Mischung schäumt und sprudelt. Das ist gewollt. Tragen Sie Handschuhe, denn das Wasser ist heiß und das Gemisch reizt die Haut.

  5. Einwirken lassen. Lassen Sie das Blech 30 bis 60 Minuten in Ruhe. Bei sehr alten Krusten dürfen es auch 2 Stunden sein. Das Wasser sollte lauwarm bleiben, gießen Sie bei Bedarf etwas heißes Wasser nach.

  6. Abwischen und nachschrubben. Lösen Sie die aufgeweichte Kruste mit dem Schwamm, in kreisenden Bewegungen. Hartnäckige Stellen bearbeiten Sie mit einer weichen Bürste. Spülen Sie das Blech mit klarem Wasser ab und trocknen Sie es gründlich.

Warum das funktioniert

Natron und Zitronensäure reagieren im Wasser miteinander und bilden Kohlendioxid. Die vielen kleinen Bläschen setzen sich unter die Verkrustung und heben sie ein Stück an. Gleichzeitig weicht das heiße Wasser das eingebrannte Fett auf.

Natron wirkt außerdem leicht alkalisch und löst Fettreste, während die Säure Kalk und angetrocknete Zuckerreste angreift. Es ist keine Zauberei, sondern eine Kombination aus Wärme, Zeit und milder Chemie. Je länger das Blech einweicht, desto weniger Kraft brauchen Sie später.

Die häufigsten Fehler

  • Zu wenig Zeit. Wer nach fünf Minuten schrubbt, ist enttäuscht. Geben Sie dem Blech mindestens eine halbe Stunde.
  • Stahlwolle auf beschichteten Blechen. Sie zerkratzt Antihaftschichten und Emaille. Nehmen Sie lieber einen Schwamm oder eine weiche Bürste.
  • Kaltes Wasser. Heißes Wasser löst Fett deutlich besser. Kaltes Wasser macht die Wirkung schwächer.
  • Nur eine Zutat benutzen. Natron allein wirkt langsamer. Erst mit der Säure sprudelt es und der Effekt wird stärker.
  • Mit Essigreiniger oder Chemiekeulen mischen. Bleiben Sie bei dieser einen Methode und spülen Sie am Ende gründlich nach.

Bonus: So bleibt das Blech länger sauber

Legen Sie beim nächsten Mal Backpapier oder eine Backmatte auf das Blech. Das spart Ihnen die meiste Arbeit, besonders bei Gemüse mit Öl und bei Gebäck mit Zucker. Wer nicht darauf verzichten möchte, sollte das Blech gleich nach dem Backen kurz mit heißem Wasser einweichen.

Alte Bleche mit stark vergilbten Rändern lassen sich oft nicht mehr ganz hell bekommen, das ist normal. Wiederholen Sie die Behandlung einfach ein zweites Mal, statt stärker zu schrubben. Zwei sanfte Durchgänge schonen die Oberfläche mehr als ein kräftiger.

Wenn der Ofen gerade ausgeschaltet und noch warm ist, können Sie das Blech auch schon mit einem feuchten Tuch von groben Resten befreien. Aber Vorsicht: Fassen Sie es nur mit Ofenhandschuhen an und stellen Sie nie ein sehr heißes Blech in kaltes Wasser, denn es kann sich verziehen.

Für Gitterroste und Auflaufformen funktioniert dieselbe Mischung ebenfalls. Legen Sie sie in eine Wanne mit warmem Wasser, streuen Sie Natron und Zitronensäure darauf und lassen Sie alles einige Stunden stehen. Danach geht der Schmutz meist ohne große Mühe ab.

Ein Wort zur Sicherheit: Mischen Sie Natron und Zitronensäure immer erst im Wasser, nie in einer geschlossenen Flasche. Die Mischung bildet Gas und braucht Platz. Arbeiten Sie im Spülbecken oder in einer offenen Wanne, dann kann nichts überdrücken. Lüften Sie die Küche kurz, wenn der Dampf aufsteigt.

Auch ein Backblech mit Rost an den Rändern lässt sich so behandeln. Der Rost wird dabei zwar nicht verschwinden, aber die Kruste darüber löst sich. Reiben Sie die Ränder anschließend mit einem feuchten Schwamm und etwas Natron nach, dann sehen sie deutlich besser aus.

Häufige Fragen

Kann ich Natron und Zitronensäure auf jedem Blech verwenden?

Auf Stahl und Emaille ist die Mischung unproblematisch. Bei Aluminiumblechen sollten Sie die Einwirkzeit kurz halten, weil Aluminium matt werden kann. Bei Blechen mit Antihaftschicht reicht oft eine halbe Stunde und ein weicher Schwamm völlig aus.

Was tun, wenn ich keine Zitronensäure habe?

Sie können stattdessen Zitronensaft verwenden, etwa den Saft einer ganzen Zitrone. Die Wirkung ist etwas schwächer, funktioniert aber ähnlich. Auch ein Schuss Haushaltsessig reagiert mit Natron, riecht jedoch stärker. Zitronensäure aus dem Supermarkt ist günstig und lange haltbar.

Wie lange sollte das Blech einweichen?

Für leichte Verschmutzungen genügen 30 Minuten. Bei stark eingebrannten Resten lassen Sie das Blech 1 bis 2 Stunden stehen. Sehr alte Krusten können Sie auch über Nacht einweichen, wenn Sie das Wasser noch einmal erwärmen und am Morgen nachschrubben.

Ist das Gemisch für Hände und Abfluss unbedenklich?

Natron und Zitronensäure sind Haushaltsmittel, die man auch in der Küche kennt. Trotzdem reizen konzentrierte Lösungen empfindliche Haut, deshalb sind Handschuhe sinnvoll. Den Abfluss belastet die Mischung nicht, spülen Sie nach dem Ausgießen einfach kurz mit klarem Wasser nach.

Kommt die Kruste auch ohne Schrubben ab?

Ein wenig Arbeit bleibt, aber sie wird deutlich leichter. Nach dem Einweichen löst sich der Schmutz meist schon mit einem weichen Schwamm in Streifen. Nur sehr alte Stellen brauchen eine zweite Runde, dann mit einer weichen Bürste.

So wird aus einem verloren geglaubten Blech wieder ein brauchbares Küchenwerkzeug. Probieren Sie es beim nächsten Backtag gleich aus, bevor sich die Kruste weiter verfestigt.