1 Tasse davon und Ihre Grünlilie bildet jede Menge neue Ableger

1 Tasse davon und Ihre Grünlilie bildet jede Menge neue Ableger

Das Geheimnis steckt im Kochtopf: Das Wasser, in dem Sie Nudeln gekocht haben. Abgekühlt und in einer Tasse gegossen, ist es eine milde, kostenlose Zugabe für Ihre Grünlilie. Viele Pflanzenfreunde berichten, dass die Pflanze danach deutlich mehr Ableger bildet.

Die Grünlilie (Chlorophytum) ist ohnehin eine der dankbarsten Zimmerpflanzen. Mit diesem kleinen Trick unterstützen Sie sie dabei, in wenigen Wochen neue Kindel an langen Stielen zu bilden, die Sie später einfach abtrennen und weiterverschenken können.

Was Sie brauchen

  • 1 Tasse (ca. 200 ml) Nudelkochwasser
  • ungesalzenes Wasser: Kochen Sie die Nudeln ohne Salz oder verdünnen Sie das Wasser stark
  • eine Tasse oder Gießkanne
  • Ihre Grünlilie im Topf mit Drainage

Die Methode, Schritt für Schritt

  1. Kochen Sie die Nudeln wie gewohnt, aber möglichst ohne Salz. Salz schadet den Wurzeln. Wenn Sie schon gesalzen haben, nehmen Sie das Wasser nicht für die Pflanze.

  2. Gießen Sie 1 Tasse des Kochwassers in ein Gefäß und lassen Sie es vollständig auf Zimmertemperatur abkühlen. Heißes Wasser verbrüht die Wurzeln.

  3. Gießen Sie die Tasse langsam rund um den Wurzelballen, nicht über die Blätter. Das Wasser soll in die Erde ziehen.

  4. Lassen Sie überschüssiges Wasser aus dem Untersetzer ablaufen. Die Grünlilie mag keine nassen Füße.

  5. Wiederholen Sie das alle 2 bis 3 Wochen, abwechselnd mit normalem Gießwasser.

  6. Stellen Sie die Pflanze hell, aber ohne pralle Mittagssonne. Nach etwa drei Wochen zeigen sich oft die ersten kleinen Kindel.

Warum das funktionieren kann

Im Kochwasser stecken Spuren von Stärke und Mineralstoffen aus den Nudeln. Für Pflanzen ist das eine sehr milde Nährlösung. Sie ersetzt keinen Dünger, kann aber das Wachstum und die Aktivität im Boden leicht anregen.

Wichtig bleibt: Die Grünlilie bildet Ableger vor allem, wenn sie gut wurzelt, ausreichend Licht bekommt und etwas eng im Topf steht. Das Kochwasser ist ein kleiner Zusatz, kein Zaubermittel.

So bilden sich noch mehr Ableger

  • Heller Standort: Viel indirektes Licht fördert die Blüte und damit die Kindel.
  • Etwas enger Topf: Wenn der Wurzelballen den Topf füllt, bildet die Pflanze eher Ableger.
  • Warmer Platz: Zwischen 18 und 24 Grad fühlt sie sich am wohlsten.
  • Regelmäßig gießen: Die Erde soll leicht feucht, nie nass sein.

Die häufigsten Fehler

  • Gesalzenes Nudelwasser verwenden. Das lässt die Blattspitzen braun werden.
  • Das Wasser warm oder heiß gießen.
  • Zu oft gießen: Stärke im Wasser kann Fäulnis und Trauermücken fördern.
  • Reste von Öl, Soße oder Gewürzen im Wasser. Nur reines Kochwasser verwenden.
  • Kindel zu früh abschneiden. Warten Sie, bis sie kleine Wurzelansätze haben.

Kindel richtig abtrennen

Sobald ein Kindel Wurzelansätze zeigt, schneiden Sie den Stiel ab. Setzen Sie es in ein Glas Wasser, bis die Wurzeln etwa 3 cm lang sind. Dann pflanzen Sie es in lockere Erde. Oder Sie drücken das Kindel noch am Stiel in einen kleinen Topf und trennen es später.

Gut zu wissen über die Grünlilie

Die Grünlilie stammt aus Südafrika und gilt als sehr robust. Sie speichert Wasser in ihren dicken Wurzeln und verzeiht deshalb auch einmal vergessenes Gießen. Gerade Anfänger freuen sich über diese Pflanze, weil sie fast überall wächst.

Mit der Zeit bildet sie lange Triebe mit Kindeln, die wie kleine Fallschirme herunterhängen. Ein Hängetopf oder ein hoher Platz im Regal zeigt diese Triebe besonders schön. Drehen Sie den Topf gelegentlich, damit die Pflanze gleichmäßig wächst.

Im Winter wächst sie langsamer. Dann reicht es, alle drei bis vier Wochen mit dem Kochwasser zu gießen und sonst sparsam mit Wasser umzugehen. Im Frühjahr startet sie wieder voll durch.

Noch ein Tipp für kräftige Pflanzen

Entfernen Sie gelegentlich gelbe oder trockene Blätter am Ansatz. So geht die Kraft der Pflanze in frische Triebe und Kindel. Staub auf den Blättern wischen Sie mit einem feuchten Tuch ab, damit die Pflanze mehr Licht aufnimmt.

Fragen und Antworten

Muss das Nudelwasser ganz ungesalzen sein?

Ja, das ist wichtig. Salz sammelt sich in der Erde und schädigt die Wurzeln. Kochen Sie die Nudeln für die Pflanze am besten ohne Salz oder verdünnen Sie schwach gesalzenes Wasser stark mit Leitungswasser. Im Zweifel lassen Sie es weg.

Wie oft darf ich die Pflanze damit gießen?

Alle zwei bis drei Wochen genügt völlig. Dazwischen gießen Sie normal mit Leitungswasser. Mehr ist nicht besser, denn die Stärke kann bei zu häufiger Anwendung die Erde verkleben und Mücken anlocken.

Bekomme ich wirklich Ableger in drei Wochen?

Das kann passieren, ist aber kein Versprechen. Wie schnell sich Kindel zeigen, hängt von Licht, Alter und Topfgröße ab. Das Nudelwasser ist ein kleiner Anstoß. Geduld und ein heller Standort bleiben die wichtigsten Faktoren.

Kann ich auch Reiswasser statt Nudelwasser nehmen?

Ja, abgekühltes, ungesalzenes Reiswasser funktioniert nach demselben Prinzip. Auch hier gilt: Tasse für Tasse, nicht zu oft und nur in der Wachstumszeit. Beide Zugaben sind mild und kostenlos.

Warum hat meine Grünlilie braune Spitzen?

Meist liegt es an zu trockener Luft, Kalk im Gießwasser oder zu viel Dünger. Auch Salz kann die Ursache sein. Gießen Sie mit abgestandenem Wasser, sprühen Sie gelegentlich die Blätter ab und schneiden Sie braune Spitzen sauber ab.

Probieren Sie es einfach aus. Ihre Grünlilie freut sich über die kleine Extraportion aus der Küche.