Alte Marmeladengläser werden zum gemütlichen Windlicht
Im Küchenschrank stehen sie bei fast jedem: leere Marmeladengläser, die man nicht wegwerfen mag. Sie sind stabil, sauber und passen in jede Hand. Genau deshalb eignen sie sich so gut für ein Windlicht, das den Herbstabend gemütlich macht.
Sie brauchen dafür kaum Material und keine besondere Begabung. Ein Glas, etwas Sand und ein Teelicht reichen. In diesem Beitrag zeige ich Ihnen Schritt für Schritt, wie aus einem alten Glas in zehn Minuten ein warmes Licht für Balkon, Fensterbank oder Esstisch wird.
Was Sie brauchen
- Ein bis vier leere Marmeladengläser, am besten ohne Risse und ohne Macken am Rand
- Heißes Wasser, Spülmittel und eine Bürste zum Entfernen der Etiketten
- Feiner Sand (Spielsand, Vogelsand oder Bastelsand), etwa eine Tasse pro Glas
- Teelichter, am besten in der Aluhülle
- Ein Löffel zum Einfüllen
- Nach Wunsch: Paketschnur oder Juteband, kleine Tannenzweige, Zapfen
Gläser vorbereiten
Weichen Sie die Gläser zuerst in heißem Wasser mit etwas Spülmittel ein. Nach etwa 20 Minuten lassen sich die meisten Etiketten mit dem Daumen abrubbeln. Klebereste gehen mit einem Tropfen Speiseöl auf einem Tuch ab. Danach noch einmal mit Spülmittel nachwaschen.
Prüfen Sie jedes Glas gegen das Licht. Feine Risse sehen Sie als helle Linien im Glas. Solche Gläser sind für Kerzen nicht geeignet, denn Wärme kann sie springen lassen. Nehmen Sie lieber ein anderes.
Das Windlicht in fünf Schritten
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Glas trocknen
Lassen Sie das Glas ganz trocknen, innen und außen. Feuchtigkeit im Glas beschlägt beim Brennen und trübt das Licht. Ein sauberes Geschirrtuch genügt, am Ende darf es kurz an der Luft stehen.
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Sand einfüllen
Geben Sie mit dem Löffel etwa zwei bis drei Zentimeter Sand ins Glas. Klopfen Sie leicht gegen die Wand, damit die Oberfläche eben wird. Der Sand sorgt für einen festen Stand und schützt den Glasboden vor der Wärme.
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Teelicht hineinsetzen
Drücken Sie das Teelicht mit der Aluhülle leicht in den Sand, sodass es gerade sitzt. Der Docht sollte gut einen Zentimeter unterhalb des Randes bleiben. So schützt das Glas die Flamme vor Zugluft.
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Glas verzieren
Wickeln Sie Paketschnur oder Juteband zwei- bis dreimal um den Hals des Glases und verknoten Sie es. Ein kleiner Tannenzweig im Knoten sieht schnell nach Herbst und Advent aus. Nichts davon darf in die Nähe der Flamme ragen.
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Anzünden und hinstellen
Zünden Sie das Teelicht mit einem langen Streichholz oder Stabfeuerzeug an. Stellen Sie das Windlicht auf eine feste, ebene Fläche, weit weg von Gardinen und Papier. Fertig ist Ihr Licht für den Abend.
Warum das so gut funktioniert
Glas schützt die Flamme vor dem Wind, deshalb heißt es Windlicht. Die Kerze brennt ruhiger und gleichmäßiger als frei auf dem Tisch. Gleichzeitig streut das Glas das Licht nach allen Seiten und wirft ein warmes Muster an die Wand.
Der Sand hat zwei Aufgaben. Er hält das Teelicht fest, und er nimmt die Wärme vom Boden auf, die sonst direkt auf Tisch oder Fensterbank wirken würde. Außerdem sieht ein heller Untergrund hübsch aus, weil er das Licht zusätzlich nach oben reflektiert.
Diese Fehler vermeiden Sie besser
- Nie unbeaufsichtigt brennen lassen. Auch im Glas bleibt eine Kerze eine offene Flamme. Pusten Sie sie aus, wenn Sie den Raum verlassen.
- Keine beschädigten Gläser. Ein Sprung oder ein angeschlagener Rand ist ein Risiko. Aussortieren lohnt sich.
- Kein Papier und keine Trockenblumen im Glas. Sie können Feuer fangen. Deko gehört nach außen und nicht in die Nähe der Flamme.
- Nicht auf empfindliche Flächen stellen. Lackierte Holzmöbel und Kunststoff mögen Wärme nicht. Eine kleine Untersetzer-Schale aus Stein oder Holz hilft.
- Nicht draußen bei Sturm. Ein Windlicht hält leichten Wind ab, aber kein Unwetter. Bei kräftigem Wind gehört es ins Haus.
Ideen und Varianten
Mit Kaffeebohnen oder Salz
Statt Sand können Sie Kaffeebohnen, grobes Salz oder kleine Kieselsteine verwenden. Kaffeebohnen duften leicht, wenn die Wärme sie erreicht. Achten Sie darauf, dass nichts Brennbares direkt am Teelicht liegt.
Mit Muster aus Servietten
Mit Serviettenkleber lässt sich das Außenglas mit einem Motiv bekleben. Schneiden Sie nur ein kleines Motiv aus und kleben Sie es weit unter dem Rand an. So bleibt der Abstand zur Flamme groß.
Mit Zimt und Orangenschale
Legen Sie eine Zimtstange oder ein paar getrocknete Orangenscheiben außen um das Glas, nicht hinein. So duftet es im Raum nach Winter, und nichts liegt in der Nähe der Flamme. Auf einem Tablett wirkt das besonders schön.
Als Gruppe auf dem Tisch
Drei Gläser in unterschiedlicher Größe wirken schöner als vier gleiche. Stellen Sie sie auf ein Holzbrett oder ein Tablett und legen Sie ein paar Zapfen dazu. Das Brett macht es außerdem leichter, alles auf einmal zu tragen.
Als kleines Geschenk
Ein Glas mit Sand, Teelicht und Schleife ist ein hübsches Mitbringsel für Nachbarn oder die Familie. Packen Sie ein zweites Teelicht dazu, dann hat die Beschenkte gleich Ersatz.
Wo das Windlicht besonders schön wirkt
Auf der Fensterbank leuchtet das Glas nach draußen und macht den Raum von der Straße aus einladend. Auf dem Esstisch sorgt eine kleine Reihe für Ruhe beim Abendessen. Auch im Flur auf einer stabilen Kommode kommt ein einzelnes Licht gut an.
Auf dem Balkon passt es zu Decken, Tee und einem Buch. Wichtig ist nur ein fester Platz ohne Zugluft und ohne Vorhänge. Wer Kinder oder Haustiere hat, stellt die Gläser etwas höher und so, dass niemand sie umstoßen kann.
Pflege und Aufbewahrung
Wenn das Teelicht heruntergebrannt ist, lassen Sie das Glas erst vollständig abkühlen. Nehmen Sie die Aluhülle mit einem Löffel heraus und werfen Sie sie in den Wertstoff. Restwachs am Glas löst sich, wenn das Glas eine Weile im Gefrierfach lag und Sie es dann vorsichtig abschaben.
Der Sand kann im Glas bleiben. Staub wischen Sie mit einem trockenen Tuch ab. Im Sommer räumen Sie die Gläser einfach zusammen mit Schnur und Zapfen in eine Kiste, dann haben Sie im nächsten Herbst alles sofort zur Hand.
Häufige Fragen
Welche Gläser eignen sich am besten?
Stabile Gläser aus dickem Klarglas ohne Risse und Macken. Einfache Marmeladen- oder Gurkengläser mit geradem Rand sind ideal. Dünne Gläser, gefärbte Gläser mit unklarer Beschichtung und alles mit Sprung lassen Sie besser weg.
Wie lange brennt ein Teelicht im Glas?
Je nach Teelicht etwa vier bis acht Stunden. Im geschlossenen Glas kann es etwas schneller heiß werden, deshalb ist ein Glas mit weiter Öffnung besser. Wechseln Sie das Teelicht, sobald die Flamme klein wird.
Kann ich den Sand wiederverwenden?
Ja, solange er trocken und sauber bleibt. Wenn Wachs hineingelaufen ist, nehmen Sie die Wachsstelle mit dem Löffel heraus und füllen frischen Sand nach. Den Rest können Sie weiter nutzen.
Muss das Glas einen Deckel haben?
Nein, das Glas wird offen benutzt. Der Deckel bleibt im Schrank. Ein geschlossenes Glas würde der Flamme die Luft nehmen und viel zu heiß werden.
Kann ich das Windlicht draußen benutzen?
Auf geschützten Balkonen und Terrassen ja, bei ruhigem Wetter. Stellen Sie es auf eine feste Fläche und bleiben Sie in der Nähe. Bei Regen, Sturm oder Frost bringen Sie es ins Haus.
Kann ich auch LED-Teelichter nehmen?
Ja, gerade wenn Kinder oder Haustiere im Haushalt leben. LED-Teelichter wirken im Glas fast genauso warm und brennen nicht ab. Dann passt auch Deko im Glas, ohne dass Sie sich um die Flamme sorgen müssen.
Ein altes Glas, eine Tasse Sand und ein Teelicht: Mehr braucht es nicht für einen gemütlichen Abend. Probieren Sie es aus und sammeln Sie ab jetzt die Gläser, statt sie wegzuwerfen.
