Spinnen im Herbst? Mit Essigwasser an Fensterrahmen und Ecken halten Sie sie fern
Jeden Herbst das gleiche Bild: In den Ecken am Fenster hängen plötzlich Spinnweben, an der Decke sitzt eine große Hausspinne, und abends huscht eine über den Boden. Spinnen sind nützlich, weil sie Mücken und Fliegen fangen. Trotzdem möchten die meisten sie lieber draußen als im Wohnzimmer haben.
Ein einfaches Hausmittel kann helfen: Essigwasser. Wer Fensterrahmen, Ecken und Fußleisten damit abwischt und die Netze entfernt, macht die beliebtesten Plätze der Spinnen deutlich ungemütlicher. Hier lesen Sie, wie Sie dabei vorgehen und was Sie zusätzlich tun können.
Was Sie brauchen
- Haushaltsessig (5 %) oder heller Branntweinessig
- Lauwarmes Wasser
- Eine Schüssel oder einen kleinen Eimer
- Ein Mikrofasertuch
- Einen Staubsauger mit Fugendüse oder einen Besen mit langem Stiel
- Optional eine leere Sprühflasche
Die Methode Schritt für Schritt
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Netze entfernen. Saugen Sie alle Spinnweben in Ecken, an Fenstern, hinter Vorhängen und an der Decke ab. Dabei verschwinden auch Eipakete, die oft unauffällig im Netz hängen.
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Essigwasser mischen. Mischen Sie einen Teil Essig mit zwei Teilen lauwarmem Wasser. Für eine Schüssel sind das etwa 300 ml Essig auf 600 ml Wasser.
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Fensterrahmen abwischen. Tauchen Sie das Tuch ein, wringen Sie es gut aus und wischen Sie die Fensterrahmen, besonders die oberen Ecken und die Fensterbank, gründlich ab.
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Ecken und Fußleisten. Wischen Sie ebenso die Raumecken, die Fußleisten und die Bereiche hinter Möbeln, wo Spinnen sich gern zurückziehen.
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Eingänge behandeln. Achten Sie auf Spalten an Fenstern, Türen und Rollladenkästen. Hier kommen die Spinnen herein. Wischen Sie diese Stellen besonders sorgfältig.
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Wiederholen. Der Essiggeruch verfliegt für uns nach kurzer Zeit. Wiederholen Sie das Abwischen im Herbst einmal pro Woche.
Warum das funktioniert
Spinnen nehmen ihre Umgebung über feine Härchen an den Beinen wahr, mit denen sie auch Gerüche und chemische Reize spüren. Der saure, stechende Geruch von Essig ist für viele Spinnen unangenehm. Sie meiden frisch behandelte Flächen und suchen sich einen anderen Platz.
Genauso wichtig ist das Entfernen der Netze. Eine Spinne, deren Netz immer wieder verschwindet, findet den Ort wenig lohnend. Und wer die Eipakete absaugt, verhindert, dass im Frühjahr Dutzende kleine Spinnen schlüpfen.
Ehrlich gesagt ist Essig keine unsichtbare Mauer. Eine Spinne, die durch ein offenes Fenster hereinkommt, wird nicht sofort umkehren. Zusammen mit sauberen Ecken und geschlossenen Spalten werden es aber deutlich weniger.
Diese Fehler sollten Sie vermeiden
- Essig auf Naturstein: Marmor, Kalkstein und manche Fensterbänke aus Naturstein werden durch Säure angegriffen und matt. Dort nur klares Wasser verwenden.
- Essig pur: Unverdünnter Essig riecht sehr stark und kann Dichtungen austrocknen. Immer verdünnen.
- Auf Holz ohne Lack: Unbehandeltes Holz kann sich durch Essig verfärben. Lieber vorher an einer kleinen Stelle testen.
- Spinnen töten: Spinnen sind nützliche Tiere. Eine einzelne Spinne fangen Sie besser mit einem Glas und einem Blatt Papier und setzen sie draußen aus.
- Nur einmal putzen: Im Herbst kommen immer neue Spinnen. Bleiben Sie ein paar Wochen dran.
Extra-Tipps und Varianten
Pfefferminze: Einige Tropfen Pfefferminzöl im Wischwasser verstärken die Wirkung und riechen für uns angenehmer als Essig.
Fliegengitter: Ein Fliegengitter am Fenster hält nicht nur Mücken, sondern auch viele Spinnen draußen.
Licht am Abend: Licht lockt Insekten an, und Insekten locken Spinnen an. Ziehen Sie abends die Vorhänge zu oder schließen Sie die Fenster bei Licht.
Ordnung im Keller: Kartons und Stapel in dunklen Ecken sind ideale Verstecke. Regelmäßiges Aufräumen nimmt den Spinnen ihren Rückzugsort.
Pflanzen am Fenster: Dichte Pflanzen direkt am Fenster bieten Spinnen Halt für Netze. Etwas Abstand zur Scheibe hilft.
Warum kommen im Herbst so viele Spinnen ins Haus?
Im Herbst sind viele Hausspinnen-Männchen auf Partnersuche. Sie laufen deshalb mehr herum und werden öfter gesehen. Gleichzeitig wird es draußen kühler, und warme Räume locken.
Die meisten Spinnen, die Sie im Herbst sehen, wohnen also schon länger in Haus oder Garten. Sie fallen jetzt nur mehr auf. Mit sauberen Ecken und dem Essigwasser lenken Sie sie dorthin, wo sie hingehören: nach draußen.
Häufige Fragen
Wie oft sollte ich mit Essigwasser wischen?
Im Herbst, wenn besonders viele Spinnen unterwegs sind, einmal pro Woche. Im restlichen Jahr genügt es, die Ecken alle zwei bis vier Wochen abzusaugen und die Fensterrahmen beim normalen Putzen mit Essigwasser abzuwischen.
Riecht die Wohnung danach nach Essig?
Direkt nach dem Wischen riecht es leicht säuerlich. Der Geruch verfliegt aber innerhalb von einer Stunde, besonders wenn Sie kurz lüften. Wer den Geruch nicht mag, gibt ein paar Tropfen Pfefferminz- oder Zitronenöl dazu.
Kann ich das Essigwasser auch sprühen?
Ja, in einer Sprühflasche lässt sich das Essigwasser gut in Ecken und Spalten bringen. Sprühen Sie aber nicht auf Vorhänge, Polster oder Tapeten, da Flecken entstehen können. Danach mit dem Tuch nachwischen.
Sind Spinnen im Haus gefährlich?
Die bei uns üblichen Hausspinnen sind für Menschen harmlos. Sie beißen so gut wie nie, und wenn doch, ist es meist nur wie ein Mückenstich. Sie fangen sogar lästige Insekten.
Hilft Kastanie wirklich gegen Spinnen?
Es gibt den alten Rat, Kastanien auf die Fensterbank zu legen. Ein Beweis für die Wirkung fehlt. Schaden tut es nicht, aber verlassen Sie sich lieber auf saubere Ecken und Essigwasser.
Spinnen sanft nach draußen bringen
Trotz aller Vorbeugung sitzt abends doch einmal eine große Spinne an der Wand. Statt sie zu erschlagen, fangen Sie sie mit einem Glas. Stülpen Sie das Glas langsam über die Spinne und schieben Sie ein Blatt Papier oder eine Postkarte darunter.
Tragen Sie die Spinne so nach draußen und lassen Sie sie in einiger Entfernung vom Haus frei, am besten in einer Hecke oder an einem Busch. Dort findet sie Unterschlupf und fängt weiter Mücken und Fliegen, die sonst vielleicht ins Haus gekommen wären.
Für Menschen, die sich vor Spinnen ekeln, gibt es auch spezielle Spinnenfänger mit langem Stiel. Damit muss man der Spinne nicht zu nahe kommen.
Das Wichtigste auf einen Blick
- Alle Spinnweben und Eipakete absaugen.
- Einen Teil Essig mit zwei Teilen Wasser mischen.
- Fensterrahmen, Ecken und Fußleisten damit abwischen.
- Spalten an Fenstern und Türen besonders sorgfältig behandeln.
- Kein Essig auf Naturstein und unbehandeltem Holz.
- Im Herbst einmal pro Woche wiederholen.
- Einzelne Spinnen mit Glas und Papier nach draußen bringen.
Fazit
Spinnweben absaugen und Fensterrahmen, Ecken und Fußleisten mit Essigwasser abwischen: So machen Sie Ihr Zuhause im Herbst für Spinnen weniger attraktiv. Ganz ohne Gift und mit Mitteln, die jeder im Haus hat.
