Zwei Äpfel und ein Ei: schnelle Apfelkekse ohne Butter

Zwei Äpfel und ein Ei: schnelle Apfelkekse ohne Butter

Zwei Äpfel und ein Ei bilden die Grundlage dieser schnellen Apfelkekse. Dazu kommen Mehl, etwas Naturjoghurt und Pflanzenöl statt Butter. Kleine Apfelwürfel halten die Kekse innen saftig, während die Oberfläche im Ofen goldgelb wird. Es sind weiche, unregelmäßige Häufchenkekse und keine dünnen, knusprigen Plätzchen zum Ausstechen. Genau deshalb lassen sie sich unkompliziert mit zwei Löffeln formen.

Die Äpfel bringen ihre eigene Süße mit. Verwende reife Früchte, die dir auch roh schmecken, und ungesüßten Joghurt. Wir bestäuben die fertigen Kekse nicht mit Puderzucker, damit die milde Fruchtnote im Vordergrund bleibt. Das Rezept enthält Weizenmehl und Ei; die Aussage ohne Butter bedeutet ausdrücklich nicht, dass keine anderen Fette oder allergenen Zutaten enthalten wären.

Aus der angegebenen Menge entstehen ungefähr vierzehn mittelgroße Kekse. Plane fünfzehn Minuten zum Vorbereiten, fünf Minuten Ruhezeit und etwa zwanzig Minuten im Ofen ein. Je nach Größe der Äpfel und deiner Stückchen kann die Vorbereitung etwas länger dauern. Halte eine ausreichend große Schüssel, einen Teigschaber und ein mit Backpapier belegtes Blech bereit, bevor du beginnst.

Zutaten

  • 2 mittelgroße Äpfel, zusammen 300 g geputztes Fruchtfleisch
  • 1 Ei Größe M
  • 180 g Weizenmehl Type 405
  • 50 g Naturjoghurt ohne Zuckerzusatz
  • 30 g neutrales Pflanzenöl
  • 8 g Backpulver
  • Ein halber Teelöffel Zimt
  • 1 kleine Prise Salz

Zubereitung

  1. Wasche die Äpfel und entferne Kerngehäuse sowie beschädigte Stellen. Schäle sie, wenn die Schale dick oder sehr fest ist. Wiege dreihundert Gramm geputztes Fruchtfleisch ab und schneide es in kleine Würfel von etwa fünf bis sieben Millimetern. Große Stücke würden die kleinen Kekse leicht auseinanderdrücken und könnten innen fest bleiben, obwohl die Oberfläche bereits genügend Farbe hat.

  2. Heize den Backofen auf 180 °C Ober- und Unterhitze vor und belege ein Blech mit Backpapier. Verquirle das Ei in einer Schüssel mit Joghurt und Öl. Ein Schneebesen oder eine Gabel reicht dafür aus. Die Mischung muss gleichmäßig aussehen, aber nicht stark aufgeschlagen sein. Streiche eventuell sichtbare Joghurtklümpchen glatt, bevor du die trockenen Zutaten dazugibst.

  3. Vermische Mehl, Backpulver, Zimt und Salz in einer zweiten Schüssel. Rühre diese Mischung kurz unter die flüssigen Zutaten. Sobald kein trockenes Mehl mehr sichtbar ist, hebst du die Apfelwürfel unter. Bearbeite den Teig nicht länger als nötig. Er soll weich und klebrig sein; zum Ausrollen oder langen Kneten ist diese Zubereitung nicht gedacht.

  4. Lass den Teig fünf Minuten ruhen, damit sich die Feuchtigkeit verteilt. Setze mit zwei Löffeln vierzehn ähnlich große Häufchen auf das vorbereitete Blech. Halte rund drei Zentimeter Abstand und drücke sehr hohe Spitzen leicht flach. Unregelmäßige Ränder sind erwünscht, die Höhe sollte jedoch möglichst gleich bleiben, damit die Kekse zur gleichen Zeit fertig werden.

  5. Backe auf der mittleren Schiene ungefähr zwanzig Minuten. Nach achtzehn Minuten kannst du die Farbe und den Boden eines Kekses vorsichtig prüfen. Die Unterseite soll leicht goldbraun sein, die Oberseite trocken wirken. Brich bei Unsicherheit einen Keks auf: Um die Apfelstücke darf kein roher, schmieriger Teig verbleiben. Gib den übrigen Keksen bei Bedarf einige zusätzliche Minuten.

  6. Lass die Kekse nach dem Backen zehn Minuten auf dem Blech liegen, bevor du sie auf ein Gitter legst. Sie sind heiß noch weich und können beim Anheben brechen. Nach dem Abkühlen sind sie stabiler, bleiben innen aber saftig. Iss die erste Portion leicht warm oder kalt und verpacke die übrigen Kekse erst, wenn kein Dampf mehr aufsteigt.

Zwei Äpfel und ein Ei: schnelle Apfelkekse ohne Butter

Tipps für ein gutes Ergebnis

Die Form der Apfelstücke entscheidet mit über das Ergebnis. Kleine Würfel verteilen sich gleichmäßig und werden im Ofen weich, ohne die Struktur komplett aufzulösen. Wenn du die Äpfel stattdessen sehr fein reibst, gelangt mehr Saft in den Teig. Dafür wären andere Mengen nötig; bleibe bei der ersten Zubereitung deshalb beim beschriebenen Schnitt und dem Gewicht nach dem Putzen.

Schöpfe den Teig mit einem leicht angefeuchteten Löffel ab, wenn er zu stark klebt. Gib nicht ständig weiteres Mehl dazu, um ihn trocken zu bekommen. So würden die Kekse schwerer und die Außenseite schneller fest. Kleine Unregelmäßigkeiten sind bei einem Gebäck mit vielen Apfelstücken normal und machen weder die Zutaten noch die Zubereitung weniger stimmig.

Einfache Varianten

Du kannst Zimt durch den Abrieb einer halben unbehandelten Zitrone ersetzen. Reibe nur die gelbe Schale ab und gib sie in die Ei-Joghurt-Mischung. Etwas ungesüßte Vanille passt ebenfalls. Eine zusätzliche Glasur ist nicht nötig. Wenn du die Kekse zum Kaffee servierst, reicht ein einfacher Teller; die sichtbaren Apfelstücke und die goldenen Spitzen bringen bereits genug Abwechslung mit.

Für kleinere Kekse kannst du achtzehn Häufchen formen und die erste Garprobe einige Minuten früher machen. Halte die Höhe ungefähr bei zwei Zentimetern, damit die Mitte nicht zurückbleibt. Wenn zwei Bleche nötig sind, backe sie bei Ober- und Unterhitze nacheinander auf der mittleren Schiene. Voll belegte Bleche auf verschiedenen Höhen bräunen häufig unterschiedlich und benötigen separate Kontrollen.

Aufbewahren und aufwärmen

Bewahre die ausgekühlten Apfelkekse in einer geschlossenen Dose im Kühlschrank höchstens drei Tage auf. Wegen der vielen Fruchtstücke bleiben sie feucht. Lege Papier zwischen übereinanderliegende Schichten, damit sie nicht aneinanderhaften. Zum Einfrieren kannst du sie einzeln vorfrieren und dann zusammen verpacken. Innerhalb eines Monats verbrauchen, kühl auftauen und auf Wunsch kurz im Ofen erwärmen.

Häufige Fragen

Kann ich die Schale an den Äpfeln lassen?

Bei einer dünnen Schale und gut gewaschenen Früchten ist das möglich. Sehr feste Schalen bleiben im Keks deutlicher spürbar, deshalb ist Schälen für eine besonders weiche Konsistenz sinnvoll. Entscheidend ist, dass du nach dem Entfernen von Kerngehäusen und gegebenenfalls Schalen dreihundert Gramm Frucht abwiegst. So stimmt die Menge unabhängig von der ursprünglichen Größe der Äpfel.

Warum sind die Kekse nicht knusprig?

Das Rezept enthält reichlich frischen Apfel und etwas Joghurt. Dadurch bleibt das Innere weich, auch wenn die Oberfläche leicht gebräunt ist. Längeres Backen macht hauptsächlich die Ränder härter und kann die Frucht nicht in ein klassisches Mürbeteigplätzchen verwandeln. Prüfe auf durchgebackenen Teig und akzeptiere die saftige Konsistenz als Teil dieser Zubereitung.

Geht es auch ohne Joghurt?

Für das beschriebene Ergebnis solltest du die fünfzig Gramm Naturjoghurt beibehalten. Er ergänzt die Flüssigkeit und verbindet sich gut mit Ei und Öl. Ein Weglassen verändert das Verhältnis der Zutaten und kann zu einem trockenen Teig führen. Wenn du eine pflanzliche Alternative verwendest, wähle eine ungesüßte, ähnlich dicke Sorte und kontrolliere die Konsistenz vorsichtig.

Kann ich den fertigen Teig lange stehen lassen?

Besser ist es, die Kekse nach der kurzen Ruhezeit direkt zu backen. Backpulver beginnt in feuchtem Teig bereits zu reagieren und die Äpfel können zusätzlich Saft abgeben. Für eine Vorbereitung am Vortag wiege trockene Zutaten getrennt ab und stelle Joghurt, Ei sowie Öl bereit. Die Äpfel schneidest du erst kurz vor der Zubereitung.

Serviere das Gebäck nach der angegebenen Ruhezeit, damit sich seine Konsistenz gut entwickeln kann. Notiere dir beim ersten Backen die passende Zeit für deinen Ofen, dann gelingt die nächste Portion noch entspannter.