Nur 2 Äpfel und Haferflocken: saftiger Kuchen ohne Mehl und ohne Zucker

Nur 2 Äpfel und Haferflocken: saftiger Kuchen ohne Mehl und ohne Zucker

Zwei Äpfel und Haferflocken: Daraus entsteht ein saftiger Kuchen, ganz ohne Weizenmehl und ohne zugesetzten Zucker. Die Äpfel geben Süße und Feuchtigkeit, die Haferflocken sorgen für eine angenehm kernige Krume. Dazu nur noch Eier, Joghurt und etwas Zimt.

Ich backe diesen Kuchen am liebsten im Herbst, wenn es überall gute Äpfel gibt. Er ist in 10 Minuten im Ofen, schmeckt zum Frühstück genauso gut wie am Nachmittag zum Kaffee und ist am nächsten Tag sogar noch saftiger.

Zeit und Menge

  • Vorbereitung: 10 Minuten
  • Backzeit: 40 Minuten
  • Form: Springform 20 bis 22 cm, 8 Stücke

Zutaten

  • 2 große, süße Äpfel (z. B. Elstar, Gala oder Jonagold)
  • 160 g zarte Haferflocken
  • 2 Eier
  • 150 g Naturjoghurt
  • 2 EL neutrales Öl
  • 1 TL Zimt
  • 1 TL Backpulver
  • 1 EL Zitronensaft
  • 1 Prise Salz

Zubereitung

  1. Ofen vorheizen. Den Backofen auf 180 °C Ober- und Unterhitze vorheizen. Den Boden der Springform mit Backpapier auslegen.
  2. Äpfel vorbereiten. Einen Apfel schälen und grob raspeln. Den zweiten Apfel vierteln, entkernen und in dünne Spalten schneiden. Alles mit Zitronensaft beträufeln.
  3. Haferflocken mahlen. Die Haferflocken im Mixer kurz zu grobem Mehl mahlen.
  4. Teig rühren. Eier, Joghurt und Öl in einer Schüssel verquirlen. Geraspelten Apfel, Zimt und Salz unterrühren.
  5. Hafer unterheben. Hafermehl und Backpulver dazugeben und nur kurz verrühren, bis kein trockenes Mehl mehr zu sehen ist.
  6. In die Form geben. Den Teig einfüllen, glatt streichen und die Apfelspalten fächerförmig darauflegen. Leicht andrücken.
  7. Backen. Etwa 40 Minuten backen. Mit einem Holzstäbchen prüfen: Es sollte fast trocken herauskommen.
  8. Abkühlen. Den Kuchen 20 Minuten in der Form ruhen lassen, dann den Rand lösen.

Tipps für einen saftigen Kuchen

Die Wahl der Äpfel ist entscheidend. In einem Kuchen ohne Zucker müssen sie die Süße liefern. Süße Sorten wie Gala, Elstar oder Jonagold eignen sich besser als sehr saure Äpfel wie Boskop.

Der geraspelte Apfel macht den Kuchen besonders saftig. Den Saft dabei nicht ausdrücken, er gehört in den Teig.

Nicht zu lange rühren, sobald das Backpulver drin ist. Ein paar Umdrehungen mit dem Teigschaber reichen, sonst wird der Kuchen fest.

Wird die Oberfläche zu schnell dunkel, die letzten 10 Minuten mit Alufolie abdecken.

Varianten

  • Mit Nüssen: 40 g gehackte Walnüsse in den Teig und ein paar obendrauf.
  • Mit Rosinen: eine Handvoll eingeweichte Rosinen für mehr Süße.
  • Mit Birnen: Äpfel durch zwei reife Birnen ersetzen.
  • Mit Quark: Joghurt durch Magerquark ersetzen, dann wird der Kuchen kompakter.
  • Ohne Ei: 2 EL geschrotete Leinsamen mit 6 EL Wasser verrühren und quellen lassen.

Aufbewahrung

Im Kühlschrank hält der Kuchen 3 bis 4 Tage, gut abgedeckt. Vor dem Essen 15 Minuten bei Zimmertemperatur stehen lassen oder kurz in der Mikrowelle anwärmen.

Er lässt sich gut in Stücken einfrieren. Ein Stück am Abend herausnehmen, und das Frühstück ist am nächsten Morgen fertig.

Warum dieser Kuchen ohne Mehl und Zucker gelingt

Gemahlene Haferflocken verhalten sich ähnlich wie Mehl: Sie binden Flüssigkeit und geben dem Kuchen Struktur. Im Unterschied zu Weizenmehl bringen sie einen leicht nussigen Geschmack mit, der wunderbar zu Äpfeln und Zimt passt.

Der geraspelte Apfel verteilt sich im ganzen Teig. Beim Backen gibt er Saft ab und hält die Krume feucht. Die Apfelspalten obendrauf werden weich und leicht karamellisiert. So schmeckt jeder Bissen nach Apfel, ganz ohne zugesetzten Zucker.

Joghurt und Eier machen den Teig locker und saftig. Das Backpulver sorgt dafür, dass der Kuchen aufgeht, obwohl kein Mehl im Spiel ist. Ein bisschen Öl reicht, Butter braucht man nicht.

Welche Äpfel ich nehme

Im Herbst kaufe ich gerne auf dem Wochenmarkt ein. Elstar und Gala sind meine Favoriten für diesen Kuchen: süß, aromatisch und saftig. Jonagold ist etwas weicher und eignet sich gut zum Raspeln. Säuerliche Sorten wie Boskop mische ich höchstens zur Hälfte unter, weil der Kuchen sonst zu wenig süß wird.

Ein kleiner Tipp: Den Kuchen am Vortag backen. Über Nacht im Kühlschrank verteilt sich die Feuchtigkeit der Äpfel, und er wird noch saftiger. Zum Servieren schmeckt ein Klecks Naturjoghurt oder Quark dazu.

Häufig gestellte Fragen

Ist der Kuchen wirklich ohne Zucker?

Es kommt kein Haushaltszucker, kein Honig und kein Sirup hinein. Die Süße stammt nur aus den Äpfeln und wird vom Zimt unterstützt. Natürlich enthalten Äpfel ihren eigenen Fruchtzucker. Deshalb ist eine süße, reife Apfelsorte so wichtig.

Kann ich fertiges Hafermehl verwenden?

Ja, nehmen Sie etwa 150 g, da fertiges Hafermehl feiner ist und mehr Flüssigkeit aufnimmt. Der Kuchen wird etwas feiner und gleichmäßiger, aber genauso lecker. Ist der Teig zu fest, einen Esslöffel Milch dazugeben.

Warum ist mein Kuchen innen feucht?

Ein Kuchen mit geraspeltem Apfel ist von Natur aus sehr saftig und wirkt direkt nach dem Backen oft noch weich. Lassen Sie ihn vollständig abkühlen. Ist er wirklich roh, beim nächsten Mal 5 bis 10 Minuten länger backen.

Ist der Kuchen glutenfrei?

Nur mit ausdrücklich glutenfreien Haferflocken und glutenfreiem Backpulver. Normale Haferflocken können Spuren von Gluten enthalten, weil sie oft gemeinsam mit Weizen verarbeitet werden.

Kann ich den Kuchen in einer Kastenform backen?

Ja. In einer Kastenform braucht er etwa 50 Minuten, weil er höher ist. Die Apfelspalten dann der Länge nach auf den Teig legen und gegen Ende mit Alufolie abdecken.

Fazit

Zwei Äpfel, Haferflocken und ein paar Grundzutaten: Mehr braucht ein guter Apfelkuchen nicht. Probieren Sie ihn am Wochenende und erzählen Sie mir, welche Apfelsorte Ihnen am besten schmeckt.