Ich esse keinen Zucker! Haferkekse mit Kokos und Zartbitterschokolade, ohne Mehl
Haferflocken, Kokosraspeln, eine reife Banane und ein paar Stückchen Zartbitterschokolade: Mehr braucht es nicht für diese Haferkekse. Kein Mehl, kein Haushaltszucker, keine Butter. Die Banane macht den Teig süß und hält alles zusammen, die Schokolade sorgt für den kleinen Genussmoment.
Seit ich keinen Zucker mehr in meine Backschüssel gebe, sind diese Kekse mein Lieblingssnack am Nachmittag. Sie sind in 10 Minuten vorbereitet, schmecken nach richtigem Gebäck und machen trotzdem nicht schwer.
Zeit und Menge
- Vorbereitung: 10 Minuten
- Backzeit: 15 Minuten
- Menge: etwa 14 Kekse
Zutaten
- 150 g zarte Haferflocken
- 40 g Kokosraspeln
- 1 große, sehr reife Banane
- 1 Ei
- 2 EL Kokosöl, geschmolzen (oder neutrales Öl)
- 40 g Zartbitterschokolade mit mindestens 85 % Kakao
- ½ TL Backpulver
- 1 Prise Salz
Zubereitung
- Ofen vorheizen. Backofen auf 180 °C Ober- und Unterhitze vorheizen, ein Blech mit Backpapier belegen.
- Banane zerdrücken. Die Banane in einer Schüssel mit der Gabel fein zerdrücken.
- Ei und Öl einrühren. Ei und geschmolzenes Kokosöl dazugeben und glatt rühren.
- Trockene Zutaten mischen. Haferflocken, Kokosraspeln, Backpulver und Salz unterrühren, bis ein feuchter, formbarer Teig entsteht.
- Schokolade hacken. Die Schokolade grob hacken und unter den Teig heben. Ein paar Stückchen für oben aufheben.
- Quellen lassen. Den Teig 5 Minuten ruhen lassen, damit die Haferflocken Feuchtigkeit aufnehmen.
- Kekse formen. Mit einem Esslöffel Teighäufchen auf das Blech setzen, flach drücken und mit der restlichen Schokolade belegen.
- Backen. 13 bis 15 Minuten backen, bis die Ränder goldbraun sind. Auf dem Blech abkühlen lassen, so werden sie fest.
Tipps für gelingsichere Haferkekse
Die Banane sollte wirklich reif sein, mit vielen braunen Punkten. Sie ersetzt den Zucker. Eine noch gelbe Banane macht die Kekse fade und weniger saftig.
Zartbitterschokolade mit hohem Kakaoanteil enthält nur wenig Zucker. Wer ganz darauf verzichten möchte, nimmt Kakaonibs: Sie sind herb und knusprig und passen wunderbar zu Kokos.
Die Kekse gehen beim Backen nicht auseinander. Drücken Sie sie deshalb vorher in die gewünschte Form, etwa 1 cm dick. Dünnere Kekse werden knuspriger, dickere bleiben innen weich.
Kokosöl gibt ein feines Aroma. Mit Rapsöl oder geschmolzener Butter funktioniert das Rezept genauso.
Varianten
- Mit Nüssen: 30 g gehackte Haselnüsse statt eines Teils der Kokosraspeln.
- Mit Erdnussmus: 1 EL Erdnussmus statt des Kokosöls, für einen nussigen Geschmack.
- Mit Orange: etwas abgeriebene Bio-Orangenschale passt toll zu Schokolade.
- Ohne Ei: 1 EL geschrotete Leinsamen mit 3 EL Wasser verrühren und 10 Minuten quellen lassen.
- Weihnachtlich: ½ TL Zimt und eine Prise Lebkuchengewürz in den Teig.
Aufbewahrung
In einer Blechdose halten sich die Kekse bei Zimmertemperatur 3 Tage, im Kühlschrank bis zu einer Woche. Durch die Banane bleiben sie weich. Wer sie knuspriger mag, backt sie kurz für 3 Minuten nach.
Eingefroren halten sie bis zu 2 Monate. Einfach einzeln entnehmen und bei Zimmertemperatur auftauen lassen.
Warum diese Kekse ohne Zucker so gut schmecken
Das Geheimnis liegt in der Kombination aus Banane, Kokos und Schokolade. Die reife Banane bringt Süße und Feuchtigkeit, die Kokosraspeln ein feines, leicht süßliches Aroma und eine angenehme Textur. Zusammen ergeben sie einen Teig, der ganz ohne Haushaltszucker auskommt.
Zartbitterschokolade mit hohem Kakaoanteil ist herb, aber im Keks wirkt sie wie ein kleiner Genussmoment. Ein paar Stückchen reichen, damit jeder Bissen nach Schokolade schmeckt. Wer sich an weniger Süße gewöhnt hat, merkt schnell, wie intensiv der Geschmack von Kakao und Kokos eigentlich ist.
Die Haferflocken liefern die Struktur. Sie werden im Ofen leicht geröstet und geben den Keksen ihren typischen, nussigen Geschmack. Das kleine bisschen Backpulver sorgt dafür, dass sie nicht zu kompakt werden.
Mein Tipp für die Vorratsdose
Ich backe meist gleich die doppelte Menge. Eine Hälfte kommt in die Keksdose für die nächsten Tage, die andere in den Gefrierschrank. So habe ich immer einen Snack ohne Zucker griffbereit, wenn am Nachmittag die Lust auf etwas Süßes kommt. Ein Keks und eine Tasse Tee, und die Lust auf Gummibärchen ist vergessen.
Wer mag, rollt den Teig auch zu kleinen Kugeln und drückt sie nur leicht an: Dann werden die Kekse besonders weich in der Mitte.
Häufig gestellte Fragen
Sind die Kekse wirklich ohne Zucker?
Es kommt kein Haushaltszucker, Honig oder Sirup in den Teig. Die Süße kommt von der reifen Banane. Die Zartbitterschokolade enthält eine kleine Menge Zucker; wer ganz darauf verzichten möchte, verwendet Kakaonibs oder lässt die Schokolade weg.
Kann ich kernige Haferflocken nehmen?
Ja, die Kekse werden dann etwas rustikaler und bissfester. Lassen Sie den Teig in diesem Fall 10 Minuten statt 5 quellen, damit die größeren Flocken genug Feuchtigkeit aufnehmen und die Kekse gut zusammenhalten.
Warum zerbröseln meine Kekse?
Meist war die Banane zu klein oder nicht reif genug, oder die Kekse wurden warm vom Blech genommen. Lassen Sie sie unbedingt auf dem Blech abkühlen. Ist der Teig sehr trocken, hilft ein Esslöffel Milch.
Kann ich die Kekse für Kinder backen?
Ja, sie sind ein beliebter Pausensnack. Für Kinder können Sie die Schokolade durch Rosinen oder getrocknete Apfelstückchen ersetzen. Kleine Kekse in Talergröße passen gut in jede Brotdose.
Sind die Kekse glutenfrei?
Nur wenn Sie ausdrücklich glutenfreie Haferflocken und glutenfreies Backpulver verwenden. Normale Haferflocken können Spuren von Gluten enthalten, weil sie oft zusammen mit Weizen verarbeitet werden.
Fazit
Hafer, Kokos und ein bisschen Zartbitterschokolade: So schmecken Kekse ohne Mehl und ohne Zucker richtig gut. Backen Sie sie heute Nachmittag und verraten Sie mir Ihre Lieblingsvariante.
