Nur Bananen und Haferflocken! Weiche Frühstückskekse mit 4 Zutaten
Zwei reife Bananen, eine Tasse Haferflocken, eine Handvoll Rosinen und eine Prise Zimt: Mehr braucht es nicht für diese weichen Frühstückskekse. Kein Mehl, kein Zucker, keine Butter und auch kein Ei. Die Bananen halten den Teig zusammen und bringen ganz von allein eine angenehme Süße mit.
Ich backe diese Kekse inzwischen fast jede Woche, meistens am Sonntagabend. So habe ich für die nächsten Tage ein schnelles Frühstück oder einen kleinen Snack für die Arbeit. Die Zubereitung dauert keine zehn Minuten, den Rest erledigt der Backofen.
Zeit und Menge
- Vorbereitung: 10 Minuten
- Backzeit: 15 bis 18 Minuten
- Menge: etwa 12 Kekse
Zutaten
- 2 sehr reife Bananen (mit braunen Punkten, zusammen etwa 220 g geschält)
- 150 g zarte Haferflocken (etwa 1 ½ Tassen)
- 50 g Rosinen
- 1 TL gemahlener Zimt
Das sind wirklich nur vier Zutaten. Wer mag, kann noch eine kleine Prise Salz dazugeben, das hebt den Geschmack, ist aber kein Muss.
Zubereitung
- Ofen vorheizen. Den Backofen auf 180 °C Ober- und Unterhitze vorheizen und ein Blech mit Backpapier auslegen.
- Bananen zerdrücken. Die Bananen schälen, in eine Schüssel geben und mit einer Gabel zu einem glatten Mus zerdrücken. Kleine Stückchen dürfen bleiben, sie werden später schön saftig.
- Haferflocken einrühren. Haferflocken und Zimt zum Bananenmus geben und gut verrühren. Der Teig soll feucht, aber formbar sein.
- Rosinen dazugeben. Die Rosinen unterheben. Den Teig 5 Minuten stehen lassen, damit die Haferflocken etwas Feuchtigkeit aufnehmen.
- Kekse formen. Mit einem Esslöffel kleine Häufchen auf das Blech setzen und mit dem Löffelrücken flach drücken, etwa 1 cm dick. Die Kekse laufen beim Backen nicht auseinander, also bekommen sie schon jetzt ihre Form.
- Backen. 15 bis 18 Minuten backen, bis die Ränder leicht goldbraun sind. In der Mitte bleiben sie weich.
- Abkühlen lassen. Die Kekse 10 Minuten auf dem Blech ruhen lassen, dann auf ein Gitter legen. Warm sind sie noch sehr zart, abgekühlt werden sie fester.
Meine Tipps für perfekte Bananen-Hafer-Kekse
Je reifer die Bananen, desto süßer werden die Kekse. Grüne oder ganz gelbe Bananen schmecken eher fade und kleben schlechter. Bananen mit vielen braunen Punkten sind ideal, auch wenn sie im Obstkorb nicht mehr so hübsch aussehen.
Zarte Haferflocken ergeben einen gleichmäßigeren Teig. Mit kernigen Haferflocken werden die Kekse rustikaler und etwas bissfester. Beides funktioniert, die Backzeit bleibt gleich.
Wenn der Teig zu nass wirkt, einfach zwei Esslöffel Haferflocken mehr nehmen. Ist er zu trocken, hilft ein Esslöffel Wasser oder Milch.
Varianten
- Mit Nüssen: Statt der Rosinen 50 g gehackte Walnüsse oder Haselnüsse verwenden.
- Mit Apfel: Einen halben Apfel fein reiben und unter den Teig mischen; eventuell etwas mehr Haferflocken nehmen.
- Mit Kakao: Einen Esslöffel ungesüßten Kakao einrühren, dann schmecken die Kekse wie kleine Brownies.
- Mit Kokos: Zwei Esslöffel Kokosraspeln unterheben und ein paar obendrauf streuen.
- Mit getrockneten Cranberrys: Ungesüßte Cranberrys statt Rosinen geben eine leicht säuerliche Note.
Aufbewahrung
In einer gut schließenden Dose halten sich die Kekse im Kühlschrank 4 bis 5 Tage. Bei Zimmertemperatur sollten sie innerhalb von zwei Tagen gegessen werden, weil die Banane sie feucht hält.
Die Kekse lassen sich auch sehr gut einfrieren. Einzeln in einen Gefrierbeutel legen und bei Bedarf 20 Minuten antauen lassen oder kurz im Toaster aufwärmen. So hat man immer ein schnelles Frühstück auf Vorrat.
Warum dieses Rezept so gut funktioniert
Reife Bananen enthalten viel Stärke, die sich beim Reifen in natürliche Süße verwandelt. Gleichzeitig werden sie weich und klebrig. Genau das brauchen wir: Die Banane übernimmt die Aufgabe von Zucker, Butter und Ei auf einmal und bindet die Haferflocken zu einem formbaren Teig.
Haferflocken saugen Feuchtigkeit auf und quellen. Deshalb ist die kurze Ruhezeit so wichtig. Nach fünf Minuten ist der Teig fester, und die Kekse behalten im Ofen ihre Form. Beim Backen karamellisieren die Ränder leicht, während die Mitte saftig bleibt.
Zimt rundet alles ab. Er verstärkt den Eindruck von Süße, ohne dass man etwas Süßes hinzufügen muss. Die Rosinen setzen kleine, saftige Akzente. So entsteht aus vier einfachen Zutaten ein Keks, der nach richtigem Gebäck schmeckt.
So passen die Kekse in den Alltag
Zum Frühstück esse ich zwei Kekse mit einem Naturjoghurt und etwas Obst. Für unterwegs packe ich sie in eine kleine Dose, sie überstehen auch einen Tag in der Tasche. Kinder lieben sie als Pausensnack, besonders in der Version mit Kakao.
Häufig gestellte Fragen
Kann ich die Kekse ohne Rosinen backen?
Ja, natürlich. Die Rosinen bringen etwas zusätzliche Süße und Saftigkeit, sind aber nicht nötig, damit die Kekse halten. Ohne Rosinen schmecken sie etwas milder. Sie können sie durch Nüsse, Kerne oder kleingeschnittene Trockenaprikosen ersetzen oder ganz weglassen.
Warum zerfallen meine Kekse?
Meist waren die Bananen nicht reif genug oder es waren zu viele Haferflocken im Teig. Reife Bananen sind der Kleber dieses Rezepts. Lassen Sie den Teig außerdem einige Minuten ruhen und die Kekse nach dem Backen auf dem Blech abkühlen, bevor Sie sie bewegen.
Kann ich Haferflocken durch etwas anderes ersetzen?
Gemahlene Mandeln oder Dinkelflocken funktionieren auch, die Kekse werden dann etwas anders in der Konsistenz. Mit gemahlenen Mandeln sind sie saftiger und weicher. Für eine glutenfreie Version unbedingt Haferflocken mit dem Hinweis „glutenfrei“ verwenden.
Sind die Kekse wirklich ohne Zucker?
Es kommt kein Haushaltszucker, kein Honig und kein Sirup in den Teig. Die Süße stammt nur aus den reifen Bananen und den Rosinen. Natürlich enthalten auch diese Früchte ihren eigenen Fruchtzucker, deshalb schmecken die Kekse angenehm süß.
Kann ich die Kekse in der Heißluftfritteuse backen?
Ja. Bei 160 °C etwa 10 bis 12 Minuten backen, in mehreren Durchgängen. Legen Sie ein Stück Backpapier in den Korb und lassen Sie Platz zwischen den Keksen. Nach der Hälfte der Zeit kurz nachsehen, da jede Fritteuse etwas anders heizt.
Fazit
Zwei Bananen, Haferflocken, Rosinen und Zimt: So einfach kann ein selbst gemachtes Frühstück sein. Probieren Sie die Kekse aus und erzählen Sie mir, mit welcher Variante sie bei Ihnen am besten ankommen.
