Schmutzige Fußmatte? Salzwasser und eine Bürste machen sie wieder frischer

Schmutzige Fußmatte? Salzwasser und eine Bürste machen sie wieder frischer

Die Fußmatte vor der Haustür hat einen undankbaren Job. Sie fängt Erde, Laub, Sand und Streusalz ab, damit sie nicht in die Wohnung gelangen. Nach ein paar Wochen sieht sie dann grau und platt aus, riecht muffig und die Fasern sind voller Schmutz. Ausklopfen reicht da meist nicht mehr, und viele Matten passen weder in die Waschmaschine noch lohnt sich eine neue sofort.

Mit einem einfachen Mittel bekommen Sie sie wieder frischer: Salzwasser und eine Bürste. Haushaltssalz kennt jeder, und es kostet fast nichts. Die Methode eignet sich vor allem für Matten aus Kokosfaser, Sisal und robustem Kunststoff. Hier erfahren Sie, wie Sie vorgehen, was Sie erwarten dürfen und welche Matten Sie besser anders reinigen.

Was Sie brauchen

  • Grobes oder feines Haushaltssalz, etwa 100 bis 150 Gramm
  • Einen Eimer mit warmem Wasser, etwa fünf Liter
  • Eine Bürste mit festen Borsten (Handbesen oder Schrubber)
  • Einen Handfeger oder Besen für den losen Schmutz
  • Einen Gartenschlauch oder einen zweiten Eimer mit klarem Wasser
  • Einen sonnigen oder luftigen Platz zum Trocknen

Die Methode Schritt für Schritt

  1. Matte gründlich ausklopfen. Schlagen Sie die Matte über einer Stange oder gegen eine Mauer kräftig aus. Danach fegen Sie den losen Sand und die Erde ab. Je mehr trockener Schmutz jetzt verschwindet, desto besser arbeitet später die Salzlösung.

  2. Salzwasser ansetzen. Lösen Sie etwa 100 bis 150 Gramm Salz in fünf Litern warmem Wasser auf, das sind ungefähr sechs bis neun Esslöffel. Rühren Sie, bis sich das Salz vollständig aufgelöst hat. Das Wasser sollte warm, aber nicht kochend sein.

  3. Matte auf eine feste Unterlage legen. Legen Sie die Matte auf einen Hof, eine Terrasse oder in die Badewanne. Am besten dort, wo Spritzer nichts ausmachen. Auf Holz, Naturstein oder Pflanzenbeeten sollten Sie wegen des Salzes nicht arbeiten.

  4. Salzwasser verteilen. Gießen Sie die Lösung über die Matte oder tauchen Sie die Bürste hinein und befeuchten Sie die Fläche gleichmäßig. Die Fasern sollen gut durchfeuchtet, aber nicht komplett durchnässt sein.

  5. Mit der Bürste schrubben. Bürsten Sie die Matte in kräftigen Bahnen, zuerst in Faserrichtung, dann quer dazu. Konzentrieren Sie sich auf Stellen mit Fußabdrücken und Erde. Das Salz wirkt dabei wie ein sanftes Schleifmittel, das den Schmutz aus den Fasern holt.

  6. Zehn Minuten einwirken lassen. Lassen Sie die Lösung kurz einziehen. Bei sehr verschmutzten Matten bürsten Sie danach noch einmal nach. Wenn das Wasser im Eimer braun wird, ist das ein gutes Zeichen: Der Schmutz löst sich.

  7. Mit klarem Wasser abspülen. Spülen Sie die Matte gründlich mit dem Gartenschlauch ab, bis kein Salz und kein Schmutz mehr herausläuft. Im Winter nehmen Sie lauwarmes Wasser aus dem Eimer. So bleiben keine Salzränder zurück.

  8. Gut trocknen lassen. Hängen Sie die Matte über eine Stange oder lehnen Sie sie hochkant an eine Wand, damit die Luft von beiden Seiten kommt. Warten Sie, bis sie ganz trocken ist, bevor Sie sie wieder auslegen. Das dauert je nach Wetter einen halben bis einen Tag.

Warum das funktioniert

Salz löst sich im Wasser und bildet eine Lösung, die Schmutzpartikel aus den Fasern lockert. Gleichzeitig wirken die Salzkörner, solange sie noch nicht vollständig aufgelöst sind, beim Bürsten wie ein sanftes Scheuermittel. Der Schmutz löst sich dadurch leichter als mit klarem Wasser allein.

Salz nimmt außerdem Feuchtigkeit und Gerüche auf. Eine Matte, die lange nass und wieder trocken war, riecht oft muffig. Die Salzlösung kann diesen Geruch mildern, und die Fasern fühlen sich nach dem Trocknen frischer an.

Ehrlich gesagt: Eine uralte, ausgebleichte Matte wird dadurch nicht wie neu. Tiefe Flecken, Öl oder Farbe bleiben. Aber der übliche graue Schleier aus Erde und Staub lässt sich so gut entfernen, und die Matte sieht sichtbar sauberer aus.

Diese Fehler sollten Sie vermeiden

Zu viel Wasser auf Kokosmatten. Kokosfasern können bei dauernder Nässe faulen. Arbeiten Sie mit einer feuchten, nicht triefenden Matte und lassen Sie sie unbedingt vollständig trocknen.

Salzwasser auf Pflanzen oder Naturstein gießen. Salz schadet Pflanzen und kann Stein, Fugen und Metall angreifen. Arbeiten Sie auf einer festen, abspülbaren Fläche und spülen Sie den Boden danach gut ab.

Das Nachspülen auslassen. Zurückbleibendes Salz zieht Feuchtigkeit an, die Matte bleibt klamm und hinterlässt weiße Ränder. Spülen Sie lieber einmal zu viel.

Die Matte in der Sonne ganz austrocknen lassen, ohne zu wenden. Gummi-Rückseiten können spröde werden. Besser im Halbschatten und mit Luft von beiden Seiten trocknen.

Empfindliche Matten mit Salz behandeln. Teppichähnliche Matten mit Latexrücken oder empfindlichen Farben testen Sie zuerst an einer unauffälligen Stelle. Bei Waschbarkeit lieber die Herstellerangabe befolgen.

Bonus-Tipps und Varianten

Für ganz hartnäckige Erde hilft es, die Matte vorher einen Tag in der Sonne trocknen zu lassen. Trockene Erde bröckelt viel leichter heraus als nasse. Erst danach ausklopfen und bürsten. Das spart Kraft und Wasser.

Gummimatten und Kunststoffmatten lassen sich besonders gut reinigen. Sie können sie nach der Salzwasser-Behandlung mit dem Gartenschlauch kräftig abspritzen. Auch die Unterseite sollten Sie einmal abbürsten, denn dort sammelt sich oft Schmutz, der auf dem Boden Spuren hinterlässt.

Wer es im Winter nutzen möchte, sollte beachten, dass Streusalz in den Matten sitzt und weiße Flecken auf dem Boden macht. Spülen Sie die Matte im Frühjahr gründlich aus und lassen Sie sie gut trocknen, bevor Sie sie einlagern oder wieder nutzen.

Zur Pflege zwischendurch: Saugen Sie eine Matte aus Kokosfasern alle ein bis zwei Wochen ab oder fegen Sie sie aus. Wer den Schmutz regelmäßig entfernt, muss die Salzwasser-Kur nur ein- bis zweimal im Jahr machen, zum Beispiel im Frühjahr und im Herbst.

Und noch eine Idee: Legen Sie neben die Haustür zusätzlich einen groben Schuhabstreifer. Dann bleibt der meiste Schmutz schon dort hängen, und die eigentliche Fußmatte bleibt länger sauber. Außerdem lohnt es sich, im Hausflur einen zweiten, kleineren Teppich auszulegen, falls Sie viel Besuch haben oder Haustiere durch die Tür gehen.

Häufige Fragen

Wie viel Salz brauche ich für eine Fußmatte?

Für eine normale Matte genügen 100 bis 150 Gramm Salz auf fünf Liter warmes Wasser. Bei sehr großen Matten verdoppeln Sie die Menge. Wichtig ist, dass sich das Salz vorher größtenteils im Wasser auflöst.

Funktioniert das auch bei einer Kokosmatte?

Ja, Kokosmatten reagieren gut darauf, solange Sie nicht zu viel Wasser verwenden. Bürsten Sie in Faserrichtung und lassen Sie die Matte danach gründlich und luftig trocknen, damit sie nicht modrig wird.

Kann ich die Matte stattdessen in die Waschmaschine geben?

Nur wenn der Hersteller es erlaubt. Viele Matten mit Gummirücken oder Kokosfasern vertragen das nicht. Prüfen Sie das Etikett. Die Bürstenmethode ist für die meisten Matten die sicherere Wahl.

Riecht die Matte danach nach Salz?

Nein, wenn Sie gründlich nachspülen. Salz hat keinen Eigengeruch. Wenn die Matte noch muffig riecht, hat sie wahrscheinlich nicht ausreichend getrocknet. Lassen Sie sie noch einmal in der Luft liegen.

Wie oft sollte ich die Fußmatte reinigen?

Ausklopfen können Sie sie jede Woche. Die Salzwasser-Reinigung genügt ein- bis zweimal im Jahr, bei vielen Schuhen oder Haustieren auch alle drei Monate. Beobachten Sie einfach, wann der Schleier wieder sichtbar wird.

Kann ich Spülmittel zum Salzwasser geben?

Bei sehr fettigen oder stark verschmutzten Matten ist ein kleiner Tropfen Spülmittel in Ordnung. Spülen Sie danach aber besonders gründlich nach, damit kein Schaum in den Fasern bleibt und die Matte nicht klebrig wird.

Fazit

Mit Salzwasser, einer festen Bürste und etwas Zeit wirkt Ihre Fußmatte wieder deutlich frischer und sauberer. Wiederholen Sie die Kur zweimal im Jahr, dann bleibt der Eingang einladend und Sie sparen die neue Matte.