Kartoffelsuppe mit Wurzelgemüse: dick, rustikal und in einem Topf gekocht

Kartoffelsuppe mit Wurzelgemüse: dick, rustikal und in einem Topf gekocht

Eine Kartoffelsuppe mit Wurzelgemüse gehört für mich zu den Gerichten, die immer funktionieren. Sie kommt mit wenigen Zutaten aus, wird in einem einzigen Topf gekocht und macht richtig satt. An kalten Novembertagen ist sie genau das, was man nach Hause kommen möchte.

Die Suppe ist bewusst rustikal. Das Gemüse wird nicht fein püriert, sondern nur zur Hälfte zerdrückt. So bekommt sie eine dicke, sämige Konsistenz und trotzdem bleiben kleine Stücke zum Kauen übrig.

Zeit und Portionen

Du brauchst etwa 15 Minuten für die Vorbereitung und 30 Minuten Kochzeit. Das Rezept reicht für 4 Portionen. Am nächsten Tag schmeckt die Suppe aufgewärmt sogar noch besser, weil die Aromen Zeit hatten, sich zu verbinden.

Zutaten

  • 800 g mehligkochende oder vorwiegend festkochende Kartoffeln
  • 3 mittelgroße Karotten
  • 1 kleine Sellerieknolle (etwa 200 g) oder 3 Stangen Staudensellerie
  • 1 Zwiebel
  • 1 Stück Lauch (nach Wunsch)
  • 2 EL Öl oder Butter
  • 1,2 Liter Gemüsebrühe
  • 1 Lorbeerblatt
  • Salz, Pfeffer und etwas Muskat
  • 1 EL gehackte Petersilie zum Servieren

Zubereitung Schritt für Schritt

  1. Kartoffeln, Karotten und Sellerie schälen und in etwa 2 cm große Würfel schneiden. Gleichmäßige Stücke garen zur gleichen Zeit, das ist der ganze Trick.

  2. Die Zwiebel fein würfeln. Den Lauch, falls du ihn verwendest, in dünne Ringe schneiden und kurz abspülen.

  3. Öl oder Butter im Topf erhitzen. Zwiebel und Lauch darin bei mittlerer Hitze 3 bis 4 Minuten glasig dünsten, ohne dass sie braun werden.

  4. Karotten und Sellerie dazugeben und 2 Minuten mitdünsten. Dabei ab und zu umrühren, damit nichts ansetzt.

  5. Die Kartoffeln unterrühren, mit der Brühe aufgießen und das Lorbeerblatt hineinlegen. Alles zum Kochen bringen.

  6. Den Deckel schräg auflegen und die Suppe bei kleiner Hitze 25 bis 30 Minuten köcheln lassen, bis sich das Gemüse leicht mit der Gabel zerdrücken lässt.

  7. Das Lorbeerblatt entfernen. Mit einem Kartoffelstampfer oder einem Pürierstab etwa ein Drittel bis die Hälfte der Suppe zerdrücken. Der Rest bleibt in Stücken.

  8. Mit Salz, Pfeffer und einer Prise Muskat abschmecken. In tiefen Tellern mit Petersilie servieren.

Tipps für eine besonders gute Suppe

Nimm Kartoffeln, die beim Kochen leicht zerfallen. Sie geben Stärke ab und machen die Suppe von selbst dick, ganz ohne Sahne oder Mehl. Festkochende Sorten funktionieren auch, die Suppe wird dann etwas weniger cremig.

Wenn du die Suppe herzhafter magst, brate vorher ein paar Speckwürfel oder gewürfelte Räucherwurst im Topf an. Für eine vegetarische Variante genügt ein Spritzer Essig oder Zitronensaft am Ende. Er macht den Geschmack frischer.

Gib die Brühe lieber nach und nach dazu. Die Menge hängt von den Kartoffeln ab. Ist die Suppe zu dick, gieße einfach etwas heißes Wasser nach.

Varianten

  • Mit Würstchen: Wiener oder Bockwurst in Scheiben in den letzten 5 Minuten miterhitzen.
  • Mit Petersilienwurzel oder Pastinake: Ersetze die Hälfte des Selleries. Die Suppe wird etwas süßlicher.
  • Mit Majoran: Ein Teelöffel getrockneter Majoran gibt der Suppe den klassischen Geschmack nach Omas Küche.
  • Cremiger: Ein Löffel Frischkäse oder Schmand im Teller verrührt macht die Suppe weicher im Geschmack.

Aufbewahren und Aufwärmen

Im Kühlschrank hält sich die Suppe in einer geschlossenen Dose 3 Tage. Zum Aufwärmen gibst du einen Schluck Wasser oder Brühe dazu, weil sie über Nacht dicker wird. Erhitze sie langsam und rühre öfter um.

Die Suppe lässt sich auch einfrieren. Kartoffeln werden nach dem Auftauen etwas körniger. Wenn du das nicht magst, pürierst du die aufgetaute Suppe einfach komplett.

Häufige Fragen

Welche Kartoffeln eignen sich am besten?

Am besten funktionieren mehligkochende Kartoffeln, weil sie beim Kochen zerfallen und die Suppe sämig machen. Vorwiegend festkochende Sorten sind ebenfalls gut und behalten mehr Biss. Reine Salatkartoffeln sind weniger geeignet.

Kann ich die Suppe ohne Fett zubereiten?

Ja. Du kannst das Gemüse auch direkt in der Brühe garen. Der Geschmack ist dann etwas milder. Ein kleiner Löffel Öl oder Butter beim Servieren rundet die Suppe wieder ab.

Wie bekomme ich die Suppe dicker?

Zerdrücke mehr Kartoffeln im Topf oder lass die Suppe 10 Minuten ohne Deckel einkochen. Mehl oder Speisestärke sind meistens nicht nötig.

Kann ich die Suppe vegan machen?

Ja, nimm Pflanzenöl statt Butter und eine Gemüsebrühe ohne tierische Zutaten. Das Rezept funktioniert genauso gut.

Passt tiefgekühltes Gemüse?

Tiefgekühlte Karotten und Sellerie kannst du direkt in den Topf geben. Sie brauchen meist etwas weniger Zeit als frisches Gemüse. Die Kartoffeln solltest du frisch verwenden.

Was serviere ich dazu?

Ein Stück kräftiges Bauernbrot, geröstete Brotwürfel oder ein kleiner grüner Salat passen sehr gut dazu.

Diese Kartoffelsuppe ist einfach, günstig und macht lange satt. Sie braucht nur Gemüse, das fast jeder zu Hause hat.

Koch sie am Wochenende gleich in der doppelten Menge. Dann hast du für die nächsten Tage ein schnelles Mittagessen.