Quarkkeulchen mit Apfel: außen goldbraun, innen weich, direkt aus der Pfanne

Quarkkeulchen mit Apfel: außen goldbraun, innen weich, direkt aus der Pfanne

Quarkkeulchen kennt man vor allem aus Sachsen. Sie sind kleine Küchlein aus Quark, die in der Pfanne goldbraun ausgebacken werden. Bei mir kommt noch ein geriebener Apfel in den Teig.

Der Apfel macht die Keulchen saftig und gibt eine leichte Frische. Mit Grieß statt viel Mehl bleibt der Teig locker. Du brauchst nur wenige Zutaten und eine Pfanne.

Frisch aus der Pfanne sind sie am besten. Ein Hauch Zimt dazu, und die Küche duftet wie bei Oma.

Zeit und Portionen

Vorbereitung: 15 Minuten. Quellzeit: 10 Minuten. Backzeit: 12 Minuten. Ergibt etwa 12 Keulchen, genug für 4 Personen.

Zutaten

  • 500 g Magerquark oder Speisequark (20 % Fett)
  • 2 Eier (Größe M)
  • 60 g Hartweizengrieß
  • 2 Esslöffel Zucker (nach Geschmack auch weniger)
  • 1 Päckchen Vanillezucker oder 1 Teelöffel Vanilleextrakt
  • 1 Prise Salz
  • 1 Teelöffel Zitronenschale
  • 1 großer Apfel (ca. 200 g)
  • 1 Teelöffel Zimt
  • Butterschmalz oder Rapsöl zum Braten
  • Puderzucker oder Apfelmus zum Servieren

Zubereitung

  1. Quark, Eier, Grieß, Zucker, Vanille, Salz und Zitronenschale in einer Schüssel zu einem glatten Teig verrühren.
  2. Den Apfel waschen, vierteln und das Kerngehäuse entfernen. Grob raspeln und mit den Händen leicht ausdrücken, damit der Teig nicht zu nass wird.
  3. Den Apfel unter den Teig rühren. Den Teig 10 Minuten quellen lassen. Der Grieß nimmt Feuchtigkeit auf, und der Teig wird fester.
  4. Etwas Butterschmalz in einer beschichteten Pfanne bei mittlerer Hitze erwärmen.
  5. Mit einem Esslöffel Teighäufchen in die Pfanne geben und mit dem Löffelrücken leicht flach drücken. Sie sollten etwa 1,5 cm dick sein.
  6. Pro Seite 4 bis 5 Minuten braten, bis sie goldbraun sind. Nur einmal wenden, sonst reißen sie.
  7. Auf Küchenpapier abtropfen lassen und warm servieren, mit Zimt und Puderzucker bestäubt.

Ein Klassiker mit Geschichte

Quarkkeulchen stammen aus der sächsischen Küche, vor allem aus Leipzig und Dresden. Dort bestehen sie traditionell aus Quark und gekochten Kartoffeln. Meine schnelle Version kommt ohne Kartoffeln aus und nutzt Grieß.

Der Grieß hat zwei Aufgaben. Er bindet die Feuchtigkeit des Quarks, und er macht die Keulchen außen knusprig. Weil er quellen muss, lohnt sich die kurze Pause vor dem Braten.

Der Apfel ist mein persönlicher Dreh. Im Herbst nehme ich gerne einen säuerlichen Apfel, der gegen die Milde des Quarks arbeitet. Im Winter passt auch eine Birne, und im Sommer gehen Beeren.

Quarkkeulchen sind ein tolles Gericht für Kinder. Sie sind weich, nicht zu süß und lassen sich mit der Hand essen. Auch als Mittagessen mit Apfelmus sind sie ein beliebter Klassiker.

Wichtig ist das richtige Fett zum Braten. Butterschmalz verträgt hohe Temperaturen und gibt einen feinen Geschmack. Mit Rapsöl gelingen sie auch, nur ohne den buttrigen Duft.

Backe die Keulchen in Portionen und halte die fertigen im Ofen bei 80 Grad warm. So kommen alle gleichzeitig frisch auf den Tisch.

Tipps für das beste Ergebnis

Die Hitze darf nicht zu hoch sein. Bei zu viel Hitze werden die Keulchen außen dunkel und bleiben innen roh. Mittlere Hitze ist richtig.

Ist der Teig zu weich, rühre einen Esslöffel Grieß mehr ein und warte 5 Minuten. Der Teig soll auf dem Löffel stehen bleiben.

Drücke den Quark vorher in einem Tuch aus, falls er sehr flüssig ist. Das macht den Teig stabiler.

Varianten

Mit Birne statt Apfel werden die Keulchen etwas milder. Auch Rosinen, die du vorher in warmem Wasser einweichst, passen gut dazu.

Wer es herzhaft mag, lässt Zucker, Zimt und Vanille weg und gibt Schnittlauch und Pfeffer in den Teig. Dazu passt ein Kräuterdip.

Aufbewahrung

Quarkkeulchen schmecken frisch am besten. Reste halten sich im Kühlschrank 2 Tage in einer Dose. In der Pfanne bei kleiner Hitze oder im Ofen bei 160 Grad für 8 Minuten werden sie wieder warm und außen leicht knusprig.

Häufige Fragen

Welchen Quark nimmt man für Quarkkeulchen?

Am besten Speisequark mit 20 % Fett. Magerquark geht auch, der Teig wird dann etwas trockener. Sehr cremigen Quark mit 40 % Fett würde ich nicht nehmen, denn die Keulchen werden schwer und zerfallen leichter.

Kann ich Grieß durch Mehl ersetzen?

Ja, Weizenmehl funktioniert. Nimm dann etwa 70 g und lass den Teig kurz ruhen. Mit Grieß werden die Keulchen aber lockerer und haben außen eine feine Kruste.

Warum zerfallen meine Quarkkeulchen in der Pfanne?

Meist ist der Teig zu feucht, der Apfel nicht ausgedrückt oder die Pfanne zu heiß. Gib etwas Grieß dazu, lass den Teig quellen und wende die Keulchen nur einmal mit einem breiten Pfannenwender.

Kann ich die Keulchen im Ofen backen?

Ja, bei 200 Grad Umluft auf Backpapier, etwa 15 bis 18 Minuten, nach der Hälfte wenden. Sie werden weniger knusprig, brauchen aber kaum Fett.

Kann ich den Teig vorbereiten?

Du kannst ihn bis zu 12 Stunden abgedeckt im Kühlschrank lassen. Der Apfel gibt aber Saft ab, deshalb raspelst du ihn am besten erst kurz vor dem Braten und rührst ihn dann unter.

Quarkkeulchen sind ein einfaches Gericht, das aus wenigen Zutaten viel macht. Mit dem Apfel schmecken sie besonders gut.

Probiere sie als Mittagessen oder als süßen Snack, mit warmem Apfelmus oder Beeren.