1 Tasse davon und Ihr Pothos treibt glänzende neue Blätter

1 Tasse davon und Ihr Pothos treibt glänzende neue Blätter

Das Geheimnis steckt in Ihrer Küche: abgekühltes Reiswasser. Genauer gesagt eine Tasse vom Kochwasser des Reises, das die meisten einfach in den Ausguss schütten. Für einen Pothos kann es eine milde, kostenlose Zugabe sein, die das Wachstum neuer, glänzender Blätter unterstützt.

Der Pothos (Efeutute) gehört zu den beliebtesten Zimmerpflanzen, weil er so genügsam ist. Trotzdem wächst er im Winter oft träge, und die Blätter wirken matt. Mit einer Tasse Reiswasser alle zwei Wochen geben Sie ihm einen kleinen Anstoß.

Was Sie brauchen

  • eine Tasse (ca. 200 ml) Reiswasser, völlig abgekühlt
  • ungesalzenen Reis, normal gekocht oder gründlich gewaschen
  • einen Pothos in einem Topf mit Abzugsloch
  • einen Untersetzer, den Sie nach dem Gießen leeren

So gehen Sie vor

  1. Reis kochen oder waschen. Kochen Sie den Reis ohne Salz und ohne Öl in reichlich Wasser. Alternativ spülen Sie rohen Reis in einer Schüssel mit Wasser und fangen das trübe Wasser auf.
  2. Wasser abseihen. Gießen Sie das trübe, milchige Wasser ab und lassen Sie es vollständig abkühlen. Es darf nicht warm sein, sonst schädigt es die Wurzeln.
  3. Gleich verwenden. Geben Sie das Wasser am selben Tag. Stehen gelassen beginnt es zu gären und riecht unangenehm.
  4. Am Topfrand gießen. Gießen Sie eine Tasse langsam auf die Erde, nicht über die Blätter. Der Topf sollte vorher leicht angetrocknet sein.
  5. Wiederholen. Nutzen Sie die Methode alle zwei Wochen, im Winter reicht einmal im Monat.

Warum das helfen kann

Reiswasser enthält kleine Mengen Stärke und Mineralstoffe wie Kalium und Magnesium. Sie ersetzen keinen Dünger, können aber die Pflanze in der Wachstumsphase unterstützen. Viele Hobbygärtner berichten von kräftigeren Trieben und glänzenderem Laub.

Außerdem fördert die Nährlösung das Bodenleben. Das gute Wasser sorgt dafür, dass die Erde locker bleibt, wenn Sie sie nicht dauernd nass halten.

Fehler, die Sie vermeiden sollten

  • Gesalzenes Wasser. Salz schadet den Wurzeln. Nehmen Sie nur ungesalzenes Wasser.
  • Warmes oder altes Wasser. Immer abkühlen lassen und frisch verwenden.
  • Zu viel auf einmal. Eine Tasse reicht. Staunässe führt schnell zu Wurzelfäule und gelben Blättern.
  • Zu oft gießen. Alle zwei Wochen genügen vollkommen.

Extra-Tipps für glänzende Blätter

Wischen Sie die Blätter alle paar Wochen mit einem feuchten Tuch ab. Staub nimmt dem Pothos den Glanz und blockiert das Licht.

Stellen Sie die Pflanze hell, aber ohne pralle Mittagssonne. Zu wenig Licht macht die neuen Blätter klein und blass, zu viel verbrennt sie.

Schneiden Sie lange Ranken über einem Blattknoten ab. So verzweigt sich die Pflanze und wird buschiger. Die Stecklinge wurzeln im Wasserglas.

Achtung: Pothos ist für Katzen und Hunde giftig. Stellen Sie ihn so, dass Haustiere nicht an die Blätter kommen.

Was Ihr Pothos außerdem braucht

Reiswasser ist ein netter Zusatz, aber kein Zaubermittel. Was ein Pothos wirklich braucht, sind helles, indirektes Licht, ein Topf mit guter Drainage und Wasser erst dann, wenn die oberen Zentimeter der Erde trocken sind. Prüfen Sie das mit dem Finger, bevor Sie gießen.

Im Winter wächst die Pflanze langsamer, weil die Tage kürzer sind. Stellen Sie sie möglichst nah ans Fenster, aber nicht direkt über einen Heizkörper. Trockene Heizungsluft lässt die Blattspitzen braun werden. Eine Schale mit Wasser in der Nähe oder gelegentliches Besprühen hilft etwas.

Wann sollten Sie umtopfen?

Wenn Wurzeln unten aus dem Topf wachsen oder die Erde schnell austrocknet, ist ein größerer Topf fällig. Wählen Sie einen, der nur zwei bis drei Zentimeter breiter ist. Frische Erde gibt zusätzliche Nährstoffe, sodass Sie nach dem Umtopfen ein paar Wochen weder düngen noch Reiswasser geben müssen.

Woran erkennen Sie, dass es wirkt?

Achten Sie auf die Triebspitzen. Neue Blätter sind zuerst eingerollt und hellgrün. Sie entrollen sich nach einigen Tagen und werden größer und glänzender. Machen Sie alle zwei Wochen ein Foto von derselben Stelle: So sehen Sie den Unterschied wirklich und müssen sich nicht auf das Gefühl verlassen.

Sehen Sie nach vier bis sechs Wochen nichts, liegt es meist am Licht und nicht am Wasser. Ein heller Platz bringt oft mehr als jede Zugabe. Wechseln Sie dann den Standort, bevor Sie etwas anderes ändern.

Vom Steckling zur Pflanzenwand

Ein Pothos lässt sich leicht vermehren. Schneiden Sie ein Stück Ranke mit mindestens zwei Blattknoten ab und stellen Sie es in ein Glas Wasser. Nach zwei bis drei Wochen bilden sich Wurzeln. Pflanzen Sie mehrere Stecklinge zurück in den Topf, damit die Pflanze buschiger wird. Auch hier gilt: Zimmertemperatur und helles Licht machen den Unterschied.

Häufige Fragen

Kann ich auch das Kochwasser von Nudeln nehmen?

Das Nudelwasser ist meist gesalzen, deshalb ist es nicht geeignet. Nehmen Sie lieber ungesalzenes Reiswasser oder das Wasser vom Waschen des Reises.

Wie schnell sieht man einen Unterschied?

Das hängt von Licht und Jahreszeit ab. Im Frühjahr und Sommer sehen viele nach vier bis sechs Wochen neue Blätter, im Winter dauert es länger. Geduld gehört dazu.

Ist Reiswasser ein Ersatz für Dünger?

Nein. Es ist eine milde Ergänzung. Wenn Ihr Pothos stark wächst, düngen Sie im Sommer zusätzlich alle vier Wochen mit etwas Flüssigdünger für Grünpflanzen.

Warum riecht die Erde säuerlich?

Dann war das Wasser zu alt oder die Erde zu nass. Lassen Sie den Topf gut abtrocknen, lockern Sie die Oberfläche und setzen Sie die Reiswasser-Gabe eine Weile aus.

Funktioniert das auch bei anderen Zimmerpflanzen?

Viele Grünpflanzen wie Monstera oder Philodendron mögen es ebenfalls. Probieren Sie es bei einer Pflanze aus und beobachten Sie zwei bis drei Wochen, wie sie reagiert.

Eine Tasse, die sonst im Ausguss landet, kann Ihrem Pothos neue Kraft geben. Probieren Sie es aus und beobachten Sie die Triebspitzen.