Apfelrotkohl: die süß-säuerliche Wintergarnitur, 40 Minuten sanft geschmort

Apfelrotkohl: die süß-säuerliche Wintergarnitur, 40 Minuten sanft geschmort

Apfelrotkohl gehört zu den Beilagen, die den Winter auf den Teller bringen: süß-säuerlich, würzig und angenehm weich. Er passt zu Braten, Ente, Gans, Rouladen und auch zu Kartoffelklößen. Dieses Rezept gelingt ohne Fertigprodukte und braucht nur wenige Zutaten.

Der Kohl schmort rund 40 Minuten sanft vor sich hin, während Sie sich um den Rest des Essens kümmern. Am nächsten Tag schmeckt er sogar noch besser.

Zeit und Portionen

  • Vorbereitung: 15 Minuten
  • Schmoren: 40 Minuten
  • Menge: 4 bis 6 Portionen als Beilage

Zutaten

  • 1 kleiner Rotkohl (ca. 800 g)
  • 2 säuerliche Äpfel (z. B. Boskoop)
  • 1 mittelgroße Zwiebel
  • 2 EL Butterschmalz oder Öl
  • 2 EL Zucker oder Apfelgelee
  • 150 ml Apfelsaft
  • 3 EL Apfelessig oder Rotweinessig
  • 2 bis 3 Gewürznelken
  • 1 Lorbeerblatt
  • ½ TL Salz, Pfeffer
  • Optional: 2 EL Preiselbeeren zum Abschmecken

Zubereitung

  1. Kohl vorbereiten. Entfernen Sie die äußeren Blätter und den Strunk und hobeln oder schneiden Sie den Kohl in feine Streifen.
  2. Zwiebel und Äpfel schneiden. Zwiebel würfeln, Äpfel schälen, entkernen und in kleine Stücke schneiden.
  3. Anschwitzen. Erhitzen Sie das Fett im Topf, dünsten Sie die Zwiebel 3 Minuten glasig und streuen Sie den Zucker darüber, bis er leicht karamellisiert.
  4. Kohl zugeben. Rotkohl und Äpfel in den Topf geben und kurz mitdünsten. Mit Essig und Apfelsaft ablöschen.
  5. Würzen und schmoren. Nelken, Lorbeerblatt, Salz und Pfeffer zugeben. Zugedeckt bei kleiner Hitze 40 Minuten schmoren, dabei gelegentlich umrühren.
  6. Abschmecken. Nelken und Lorbeerblatt entfernen. Mit Salz, Zucker und Essig nach Geschmack abrunden.

Tipps für den besten Geschmack

Der Essig sorgt dafür, dass der Kohl seine schöne rote Farbe behält. Ohne Säure wird er schnell blau-grau.

Wenn Sie ihn weicher mögen, schmoren Sie ihn eine Viertelstunde länger. Wird die Flüssigkeit knapp, geben Sie einen Schuss Wasser dazu.

Ein Löffel Preiselbeeren oder Johannisbeergelee am Ende gibt ein fruchtiges Aroma.

Varianten

  • Mit Rotwein: Ersetzen Sie die Hälfte des Apfelsafts durch trockenen Rotwein.
  • Mit Zimt: Eine kleine Zimtstange schmoren mit, für eine weihnachtliche Note.
  • Mit Speck: Würfeln Sie 50 g Speck und braten Sie ihn mit der Zwiebel an.
  • Vegan: Verwenden Sie Öl statt Butterschmalz. Das Rezept ist ansonsten schon vegan.

Aufbewahren und aufwärmen

Im Kühlschrank hält sich Apfelrotkohl in einer geschlossenen Dose 4 bis 5 Tage. Zum Aufwärmen mit einem Schuss Wasser oder Saft bei kleiner Hitze erhitzen.

Sie können ihn auch portionsweise einfrieren. Er hält sich im Gefrierfach etwa drei Monate und ist ideal zum Vorkochen.

Wozu passt Apfelrotkohl?

Der klassische Partner ist Braten: Schweinebraten, Rinderrouladen, Entenkeule oder Gänsebraten. Dazu passen Kartoffelklöße, Semmelknödel oder einfach Salzkartoffeln. Auch zu Würstchen und Kartoffelpüree schmeckt er hervorragend, und vegetarisch passt er gut zu Kartoffelpuffern oder gebackenem Camembert.

Gelingsicher in vier Punkten

  • Fein schneiden: Je feiner die Streifen, desto gleichmäßiger wird der Kohl weich.
  • Säure und Süße ausbalancieren: Schmecken Sie erst am Ende ab, denn beim Schmoren verändert sich der Geschmack.
  • Deckel auf, Hitze klein: Der Kohl soll schmoren, nicht kochen. So bleibt das Aroma im Topf.
  • Nicht anbrennen lassen: Rühren Sie zwischendurch um und gießen Sie bei Bedarf einen kleinen Schluck Saft nach.

Der Kohl als Vorrat

Rotkohl hält sich ungewaschen in einem kühlen Raum mehrere Wochen. Deshalb ist er ein typisches Wintergemüse, das auch dann bezahlbar bleibt, wenn andere Sorten teurer werden. Kochen Sie gleich die doppelte Menge: Eine Hälfte frieren Sie ein, die andere gibt es in den nächsten Tagen noch einmal mit anderen Beilagen.

Häufige Fragen

Welche Äpfel eignen sich am besten?

Säuerliche, feste Sorten wie Boskoop, Elstar oder Cox Orange. Sie zerfallen nicht komplett und bringen die gewünschte Frische. Süße Sorten machen den Kohl schnell zu süß.

Warum wird mein Rotkohl blau?

Der Farbstoff im Kohl reagiert auf Säure. Mit Essig oder Zitronensaft bleibt er rot. Geben Sie die Säure früh zum Kochen dazu.

Kann ich Rotkohl aus dem Glas ersetzen?

Ja, frischer Kohl schmeckt aber intensiver. Wenn Sie wenig Zeit haben, verfeinern Sie Gläser mit frisch geriebenem Apfel, Nelke und einem Schuss Saft.

Wie lange kann ich ihn vorkochen?

Zwei Tage im Voraus ist ideal. Die Aromen verbinden sich über Nacht, und Sie haben am Tag selbst weniger zu tun.

Muss ich den Strunk entfernen?

Ja, der Strunk ist hart und bleibt auch nach langem Schmoren faserig. Schneiden Sie ihn keilförmig heraus.

Ein Topf, ein Löffel und etwas Geduld genügen für eine Beilage, die nach Winter schmeckt.