Klebrige Fenstergriffe im Winter? Warmes Wasser mit mildem Spülmittel macht sie sauber
Im Winter fasst man Fenstergriffe öfter an: zum Lüften, zum Kippen, zum Schließen mit kalten Händen. Dabei bleibt ein dünner Film aus Hautfett, Creme und Staub zurück. Die Griffe fühlen sich plötzlich klebrig an, und Fingerabdrücke sieht man sofort.
Die gute Nachricht: Dafür brauchen Sie keine Spezialreiniger. Ein weiches Tuch, warmes Wasser und ein winziger Tropfen mildes Spülmittel genügen meist völlig. In diesem Beitrag zeige ich Ihnen, wie Sie Ihre Fenstergriffe schonend sauber bekommen.
Was Sie brauchen
- Eine kleine Schüssel mit warmem (nicht heißem) Wasser, etwa ein halber Liter
- Mildes Handspülmittel, 1 bis 2 Tropfen
- Ein weiches Mikrofasertuch oder ein sauberes Baumwolltuch
- Ein zweites, trockenes Tuch zum Nachpolieren
- Ein Wattestäbchen oder eine weiche Zahnbürste für Ritzen
Warum Fenstergriffe im Winter klebrig werden
Im Winter ist die Haut trockener, und viele benutzen mehr Handcreme. Jeder Griff ans Fenster überträgt etwas Fett. Dazu kommen Staub aus der Heizungsluft und feine Wasserdampf-Reste vom Kochen und Duschen.
Mit der Zeit bildet sich ein leichter Film, der Staub anzieht. Das fühlt sich klebrig an und sieht fleckig aus. Das ist kein Defekt, sondern ganz normaler Schmutz. Er lässt sich mit etwas Geduld leicht entfernen.
Die Methode, Schritt für Schritt
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Staub zuerst entfernen
Wischen Sie den Griff und den Rahmen mit einem trockenen Tuch ab. So verreiben Sie keinen Staub zu Schmiere. Nutzen Sie bei Ritzen einen Pinsel oder das Wattestäbchen.
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Putzwasser ansetzen
Füllen Sie die Schüssel mit warmem Wasser und geben Sie 1 bis 2 Tropfen mildes Spülmittel hinein. Rühren Sie vorsichtig um. Es soll nur wenig Schaum entstehen. Heißes Wasser ist nicht nötig und kann manche Kunststoffe angreifen.
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Tuch gut auswringen
Tauchen Sie das Tuch ein und wringen Sie es so aus, dass es nur noch leicht feucht ist. Wasser soll nicht in den Rahmen laufen, vor allem nicht in Ritzen oder Beschläge.
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Griff gründlich abwischen
Wischen Sie den ganzen Griff ab, auch die Unterseite und den Sockel am Rahmen. Greifen Sie das Tuch um den Griff und ziehen Sie es einmal entlang. So erreichen Sie alle Seiten.
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Hartnäckige Stellen nachbehandeln
In Rillen und an der Rosette, dem runden Fuß des Griffs, hilft das Wattestäbchen. Tupfen Sie leicht, ohne zu kratzen. Wiederholen Sie den Vorgang, bis das Tuch sauber bleibt.
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Klar nachwischen und trocknen
Wischen Sie mit einem Tuch, das nur mit klarem Wasser befeuchtet ist, die Seifenreste ab. Danach polieren Sie den Griff mit dem trockenen Tuch. Er fühlt sich glatt an und glänzt leicht.
Warum das funktioniert
Spülmittel ist dafür gemacht, Fett zu lösen. Schon ein Tropfen im warmen Wasser bindet Hautfett und Creme, sodass sie sich abwischen lassen. Die geringe Menge schont Lack, Kunststoff und Metall.
Das Nachwischen mit klarem Wasser ist wichtig, damit keine Seifenreste zurückbleiben. Die würden sonst wieder Staub anziehen. Zum Schluss poliert das trockene Tuch die Oberfläche.
Die häufigsten Fehler
- Scharfe Reiniger verwenden. Scheuermilch, Backofenreiniger oder Lösungsmittel können Lack und Kunststoff matt machen oder angreifen. Bleiben Sie bei mildem Spülmittel.
- Zu viel Wasser. Wasser, das in den Beschlag läuft, kann Metallteile rosten lassen. Das Tuch soll nur feucht sein.
- Zu viel Spülmittel. Mehr Schaum bedeutet mehr Rückstände. Ein bis zwei Tropfen genügen völlig.
- Verschiedene Mittel mischen. Kombinieren Sie Spülmittel nie mit Chlorreinigern oder anderen Chemikalien.
- Nicht nachtrocknen. Wer die Feuchtigkeit stehen lässt, bekommt Wasserflecken. Immer polieren.
Bonus: Pflege je nach Material
Die meisten Fenstergriffe sind aus Aluminium, Edelstahl oder Kunststoff. Diese Materialien vertragen die milde Methode gut. Bei lackierten Griffen im Holzfenster reiben Sie besonders sanft, denn der Lack kann alt und empfindlich sein.
Messinggriffe oder Griffe mit Patina sollten Sie nur mit einem fast trockenen Tuch behandeln. Wasser und Spülmittel können die Oberfläche verändern. Testen Sie im Zweifel an einer unauffälligen Stelle, etwa an der Unterseite.
Haben Sie abschließbare Griffe mit kleinem Schloss? Hier das Tuch nur um den Griff legen, ohne Wasser in das Schloss zu bringen. Ein Pinsel reicht, um Staub aus der Schlossöffnung zu entfernen.
So bleiben die Griffe länger sauber
Wischen Sie die Fenstergriffe am besten alle ein bis zwei Wochen kurz ab, zum Beispiel beim Staubwischen. Dann bildet sich gar kein klebriger Film. Ein Handgriff mit dem feuchten Tuch genügt.
Cremen Sie die Hände lieber nicht direkt vor dem Fensteröffnen ein, oder lassen Sie die Creme erst einziehen. So gelangt weniger Fett an die Griffe. Das gilt auch für Türklinken und Lichtschalter, die Sie bei der Gelegenheit mitwischen können.
In Familien mit Kindern lohnt sich ein kurzer Wisch öfter, vor allem nach Erkältungszeiten. Das ist keine große Sache: Ein Tuch, ein Tropfen Spülmittel, eine Minute pro Fenster. Wer es mit der Fensterputzroutine verbindet, spart sich einen eigenen Termin.
Eine kleine Routine für den Winter
Im Winter lüften wir öfter, aber kürzer. Das bedeutet auch mehr Griffe ans Fenster. Planen Sie deshalb einen festen Tag ein, zum Beispiel den Samstag, an dem Sie alle Griffe in der Wohnung mit einem feuchten Tuch abwischen. Das dauert insgesamt fünf Minuten.
Legen Sie das Tuch und die Schüssel in Reichweite bereit. Wenn alles griffbereit ist, fällt der Start leichter. Nehmen Sie am besten ein Tuch, das nur fürs Fenster gedacht ist, damit keine Küchenfette oder Putzmittelreste übertragen werden.
Und noch ein Gedanke: Wer die Fenster ohnehin regelmäßig putzt, kann die Griffe als letzten Schritt mitnehmen. Erst Glas, dann Rahmen, dann Griffe. So tropft nichts mehr auf eine saubere Fläche, und die Arbeit bleibt übersichtlich.
Auch die Fensterbank nicht vergessen
Wenn Sie schon dabei sind, wischen Sie Rahmen und Fensterbank gleich mit ab. Im Winter sammelt sich dort Kondenswasser, das Staub bindet. Ein trockenes Tuch hinterher verhindert Stockflecken am Rahmen.
Prüfen Sie dabei auch gleich die Gummidichtungen. Wischen Sie diese nur mit einem feuchten Tuch ab, ohne Spülmittel. Eine saubere Dichtung schließt besser und hält im Winter die Kälte draußen.
Häufige Fragen
Kann ich stattdessen Glasreiniger nehmen?
Das ist meistens möglich, aber nicht nötig. Glasreiniger enthält oft Alkohol, der empfindlichen Lack oder manche Kunststoffe angreifen kann. Mildes Spülmittel mit warmem Wasser ist schonender und reicht bei normalem Schmutz völlig aus.
Ist Spülmittel nicht zu aggressiv?
Nicht in dieser Verdünnung. Ein bis zwei Tropfen auf einen halben Liter Wasser sind sehr mild. Wichtig ist, dass Sie danach mit klarem Wasser nachwischen und gut trocknen. So bleibt nichts auf der Oberfläche.
Was tun bei klebrigen Rückständen von Klebeband?
Wenn Klebereste an den Griffen sitzen, reicht Spülmittelwasser meist nicht. Versuchen Sie, den Rest mit einem Tropfen Speiseöl auf einem Tuch zu lösen und dann mit Spülmittelwasser nachzuwischen. Testen Sie vorher an einer unauffälligen Stelle.
Wie oft sollte ich Fenstergriffe putzen?
Etwa alle ein bis zwei Wochen ein kurzes Abwischen, bei Bedarf öfter. Im Winter, wenn man häufiger lüftet, lohnt sich eine kurze Kontrolle bei jedem Putzgang. Gründlicher reinigen Sie nur, wenn die Griffe spürbar klebrig sind.
Geht das auch bei Kunststofffenstern?
Ja, die Methode eignet sich für Kunststoff, Aluminium und die meisten lackierten Oberflächen. Vermeiden Sie bei Kunststoff nur Scheuermittel und starke Lösungsmittel, weil diese die Oberfläche matt machen.
Muss ich Handschuhe tragen?
Bei so wenig Spülmittel nicht. Wer empfindliche Haut hat, kann Handschuhe tragen. Danach die Hände mit Wasser abspülen und eincremen, dann sind sie wieder geschmeidig.
Sauber, glatt und schnell erledigt
Mit warmem Wasser, einem Tropfen Spülmittel und etwas Nachpolieren sind klebrige Fenstergriffe in wenigen Minuten wieder in Ordnung. Das schont Material und Nerven.
Probieren Sie es beim nächsten Putztag aus. Weitere einfache Haushaltstipps für die kalte Jahreszeit finden Sie bald hier.
