Haferflocken und Joghurt reichen: So gelingt dir ein saftiges Brot ganz ohne Weizenmehl
Frisches Brot aus dem eigenen Ofen riecht herrlich, aber oft braucht man dafür Hefe, Teig und viel Geduld. Dieses Haferbrot geht ganz anders: Du rührst alles in einer Schüssel zusammen, gibst es in eine Form und backst es. Mehr ist nicht nötig.
Die Basis sind Haferflocken und Joghurt, Weizenmehl brauchst du nicht. Das Brot wird innen saftig und außen schön kross. Es schmeckt zum Frühstück mit Butter und Marmelade ebenso gut wie abends mit Käse oder Frischkäse.
Das Rezept ist ideal für Anfänger. Es gibt keine Gehzeit, kein Kneten und keine Spezialzutaten. Alles, was du brauchst, hast du wahrscheinlich schon im Vorratsschrank.
Zeit und Portionen
Vorbereitung: 10 Minuten. Ruhezeit: 15 Minuten. Backzeit: 40 bis 45 Minuten. Ergibt ein Brot in einer Kastenform von 25 cm, etwa 12 Scheiben.
Zutaten
- 300 g zarte Haferflocken
- 250 g Naturjoghurt (3,5 % Fett)
- 3 Eier (Größe M)
- 1 Teelöffel Backpulver
- 1 Teelöffel Salz
- 2 Esslöffel Olivenöl oder geschmolzene Butter
- 2 Esslöffel Leinsamen oder Sonnenblumenkerne, plus etwas zum Bestreuen
- 1 Teelöffel Honig, optional
- 50 ml Milch, nur falls der Teig zu fest ist
Zubereitung
- Heize den Ofen auf 180 °C Ober- und Unterhitze vor. Fette eine Kastenform von 25 cm ein oder lege sie mit Backpapier aus.
- Verrühre in einer großen Schüssel Joghurt, Eier, Öl und Honig, bis die Masse glatt ist.
- Gib Haferflocken, Backpulver, Salz und die Kerne dazu. Rühre alles gut um, bis keine trockenen Stellen mehr zu sehen sind.
- Lass den Teig 15 Minuten ruhen. In dieser Zeit saugen die Haferflocken die Flüssigkeit auf und der Teig wird fester.
- Prüfe die Konsistenz. Der Teig soll dick und klebrig sein, ähnlich wie ein fester Haferbrei. Ist er zu trocken, rühre 1 bis 2 Esslöffel Milch unter.
- Gib den Teig in die Form, streiche ihn glatt und drücke ihn leicht an. Streue ein paar Kerne darüber und schneide die Oberfläche mit einem Messer ein.
- Backe das Brot 40 bis 45 Minuten auf der mittleren Schiene, bis die Oberfläche goldbraun ist. Beim Klopfen auf den Boden soll es hohl klingen.
- Lass das Brot 10 Minuten in der Form ruhen, stürze es dann auf ein Gitter und lasse es mindestens 30 Minuten abkühlen, bevor du es anschneidest.
Tipps für ein gutes Ergebnis
Verwende zarte Haferflocken, keine kernigen. Sie saugen die Flüssigkeit gleichmäßig auf und ergeben eine feinere Krume. Mit kernigen Flocken wird das Brot gröber und braucht etwas mehr Flüssigkeit.
Schneide das Brot erst an, wenn es ausgekühlt ist. Warm wirkt die Krume noch weich und klebrig, beim Abkühlen wird sie fest und lässt sich sauber schneiden.
Jeder Ofen backt anders. Wenn die Oberfläche zu schnell dunkel wird, decke das Brot nach 25 Minuten locker mit Alufolie ab.
Variationen
Für ein herzhaftes Brot gibst du einen Teelöffel getrocknete Kräuter oder eine kleine geriebene Zwiebel in den Teig. Mit geriebenem Käse wird es noch würziger.
Für eine süße Variante rührst du eine geriebene Möhre oder eine Handvoll Rosinen unter und streust Zimt dazu. So passt es auch zum Kaffeetisch.
Aufbewahrung
Bewahre das Brot in einem Brotkasten oder einem Tuch bei Zimmertemperatur auf. Es hält sich so 2 bis 3 Tage frisch.
Im Kühlschrank hält es bis zu einer Woche. Du kannst die Scheiben auch einfrieren und bei Bedarf direkt im Toaster aufbacken.
Dazu passt
Das Haferbrot schmeckt frisch mit Butter und Honig, mit Frischkäse und Radieschen oder mit einem Spiegelei zum Frühstück. Auch zu einer Suppe am Abend ist es eine gute Begleitung.
Wenn du Gäste hast, schneide das Brot in dicke Scheiben und röste sie kurz in der Pfanne. Die Kruste wird dann knuspriger und der Duft füllt die ganze Küche.
Wer es herzhaft mag, belegt eine Scheibe mit Tomaten, Basilikum und etwas Olivenöl. Süß schmeckt es mit Apfelmus oder einer dünnen Schicht Nussmus.
Häufige Fehler
Der häufigste Fehler ist, den Teig zu früh zu backen. Gönne den Haferflocken die Ruhezeit, sonst wird das Brot krümelig.
Ebenso wichtig ist die richtige Form. In einer zu breiten Form wird das Brot flach und trocknet schneller aus. Eine Kastenform von 25 cm ist ideal.
Und noch etwas: Schneide nicht zu früh an. Die Geduld lohnt sich, denn die Scheiben halten dann sauber zusammen.
Häufige Fragen
Warum braucht das Brot keine Hefe?
Das Backpulver sorgt für die Lockerung. Der Joghurt verstärkt die Wirkung, weil er leicht säuerlich ist. Deshalb geht der Teig im Ofen auf, ohne dass er vorher gehen muss.
Kann ich Pflanzenjoghurt verwenden?
Ja, ein ungesüßter Sojajoghurt oder Kokosjoghurt funktioniert gut. Wähle eine feste Sorte. Das Brot wird etwas weniger saftig, schmeckt aber trotzdem gut.
Ist das Brot glutenfrei?
Haferflocken enthalten von Natur aus kein Weizen, werden aber oft zusammen mit Getreide verarbeitet. Wenn du auf Gluten achten musst, kaufe Haferflocken mit der Kennzeichnung glutenfrei.
Warum ist mein Brot innen feucht geblieben?
Meist war die Backzeit zu kurz oder die Form zu klein. Backe es 5 bis 10 Minuten länger und lasse es gut auskühlen, denn die Krume festigt sich erst danach.
Kann ich die Eier weglassen?
Du kannst sie durch 3 Esslöffel gemahlene Leinsamen mit 9 Esslöffeln Wasser ersetzen. Das Brot wird etwas dichter, bleibt aber gut.
Dieses Haferbrot mit Joghurt zeigt, wie einfach selbst gebackenes Brot sein kann. Backe es einmal, und du wirst es bestimmt öfter machen.
Probiere es frisch mit Butter oder mit Frischkäse und Gurke.
