Diesen Trick nutzen Profi-Reinigungskräfte, um Böden in Rekordzeit zum Glänzen zu bringen
Diesen Trick nutzen Profi-Reinigungskräfte, um Böden in Rekordzeit zum Glänzen zu bringen
Glänzende, streifenfreie Böden müssen nicht zwingend mit teuren Spezialreinigern verbunden sein. In vielen Haushalten reichen bereits warmes Wasser, ein Mikrofasertuch und eine kleine Menge eines geeigneten Reinigungsmittels aus.
In der Vorlage werden mehrere Hausmittel mit Salz, Spülmittel, Essig, Zimt, Lavendel und Orangenschalen vorgestellt. Nicht jede Mischung eignet sich jedoch für jeden Boden. Besonders Laminat, Parkett, Naturstein und beschichtete Oberflächen können durch zu viel Wasser, Säure oder Reinigungsmittel beschädigt werden.
Deshalb solltest du jede Methode zunächst an einer unauffälligen Stelle testen und immer die Pflegehinweise des Bodenherstellers beachten.
Der einfache Grundtrick mit Salz, Spülmittel und Essig
Die erste Methode aus der Vorlage besteht aus wenigen Zutaten und soll Fett, Staub und unangenehme Gerüche entfernen.
Du brauchst
- einen großen Eimer
- warmes Wasser
- eine kleine Handvoll Salz
- einige Tropfen Spülmittel
- einen kleinen Schuss Essig
- ein Mikrofasertuch oder einen Wischmopp
So gehst du vor
Fülle den Eimer mit warmem Wasser. Gib anschließend eine kleine Menge Salz hinzu und rühre, bis es sich möglichst vollständig aufgelöst hat.
Füge danach einige Tropfen Spülmittel und bei geeigneten, säurebeständigen Böden einen kleinen Schuss Essig hinzu.
Tauche das Mikrofasertuch oder den Wischmopp in die Mischung und wringe es sehr gründlich aus. Wische den Boden gleichmäßig und arbeite möglichst in kleinen Abschnitten.
Damit keine Rückstände zurückbleiben, sollte nur sehr wenig Spülmittel verwendet werden. Zu viel davon kann einen klebrigen Film und zusätzliche Schlieren verursachen.
Wofür werden die einzelnen Zutaten verwendet?
Salz
Salz wird in der Vorlage als unterstützendes Reinigungsmittel beschrieben. Es sollte vollständig im Wasser gelöst sein, da ungelöste Körner empfindliche Böden zerkratzen können.
Auf Holz, Laminat und hochglänzenden Oberflächen ist daher besondere Vorsicht erforderlich.
Spülmittel
Spülmittel löst Fett und Alltagsschmutz. Für einen Eimer Wasser reichen meistens wenige Tropfen.
Eine große Menge erzeugt zu viel Schaum und kann einen matten oder klebrigen Belag hinterlassen.
Essig
Essig kann Kalkrückstände und unangenehme Gerüche reduzieren. Er ist jedoch nicht für jeden Boden geeignet.
Verwende Essig nicht auf:
- Marmor
- Kalkstein
- Terrazzo
- unbehandeltem Naturstein
- gewachstem Holz
- empfindlichen Fugen
- manchen Laminat- und Parkettböden
Die Säure kann die Oberfläche angreifen oder dauerhaft stumpf machen.
Konzentrierten Reiniger nicht direkt auf den Boden gießen
In der Vorlage wird außerdem eine Mischung aus Salz, Waschmittel, Essig und Bodenreiniger beschrieben, die direkt auf dem Boden verteilt werden soll.
Davon ist abzuraten. Konzentrierte Reinigungsmittel können:
- Flecken hinterlassen;
- Beschichtungen beschädigen;
- den Boden rutschig machen;
- schwer entfernbare Rückstände bilden;
- bei empfindlichen Materialien Verfärbungen verursachen.
Reinigungsmittel sollten grundsätzlich entsprechend der Herstellerangabe mit Wasser verdünnt werden.
Waschpulver und Geschirrspülmittel sparsam einsetzen
Eine weitere Methode aus der Vorlage kombiniert Waschpulver und Geschirrspülmittel.
Waschpulver ist für Textilien entwickelt und kann auf Böden Rückstände hinterlassen. Es enthält häufig Bleichmittel, Enzyme, Duftstoffe oder Wasserenthärter, die nicht für jede Bodenoberfläche geeignet sind.
Geschirrspülmittel kann Fett lösen, sollte aber ebenfalls nur sehr sparsam dosiert werden.
Für die normale Bodenreinigung ist meist eine kleine Menge eines geeigneten Bodenreinigers die sicherere Wahl.
Zimt im Wischwasser
Die Vorlage beschreibt zwei Möglichkeiten, Zimt beim Bodenwischen zu verwenden.
Methode mit gemahlenem Zimt
Dabei wird ein Esslöffel gemahlener Zimt direkt ins Wischwasser gegeben.
Diese Variante kann jedoch feine Rückstände auf dem Boden hinterlassen. Das Pulver kann sich in Fugen sammeln oder helle Oberflächen verfärben.
Bessere Variante mit Zimtstangen
Eine schonendere Möglichkeit ist ein Zimtsud.
Du brauchst
- 3 Zimtstangen
- einen Topf Wasser
- einen Wischeimer
Zubereitung
Gib die Zimtstangen in einen Topf mit Wasser und lasse sie etwa zehn Minuten bei niedriger Hitze köcheln.
Nimm den Topf vom Herd und lasse das Wasser vollständig abkühlen. Entferne anschließend die Zimtstangen und gib nur einen kleinen Teil des Suds in den Wischeimer.
Der Zimt sorgt vor allem für einen angenehmen Duft. Er ersetzt jedoch kein geeignetes Reinigungsmittel und garantiert keine Desinfektion des Bodens.
Waschmittelkapseln gehören nicht ins Wischwasser
In der Vorlage wird empfohlen, eine Waschmittelkapsel zusammen mit Duftperlen in heißem Wasser aufzulösen.
Diese Methode ist nicht empfehlenswert.
Waschmittelkapseln sind stark konzentriert und für Waschmaschinen vorgesehen. Auf Böden können sie:
- einen schmierigen Film bilden;
- den Boden rutschig machen;
- empfindliche Beschichtungen angreifen;
- schwer abspülbare Duft- und Waschmittelreste hinterlassen.
Auch Wäscheduftperlen sind nicht für die Bodenreinigung entwickelt. Sie sollten nur entsprechend der Produktanleitung verwendet werden.
Der Zwei-Eimer-Trick
Ein wirklich hilfreicher Reinigungstrick aus der Vorlage ist die Verwendung von zwei Eimern.
So funktioniert die Methode
- In den ersten Eimer kommt das saubere Wischwasser.
- Der zweite Eimer dient zum Auswringen und Auffangen des Schmutzwassers.
Dadurch wird der Wischmopp nicht ständig in bereits verschmutztes Wasser getaucht. Der Boden lässt sich sauberer und gleichmäßiger reinigen.
Noch praktischer ist ein Wischeimer mit getrennten Kammern für sauberes und schmutziges Wasser.
Lavendelwasser für einen angenehmen Duft
Die Vorlage beschreibt außerdem einen Bodenreiniger aus Lavendel, Wasser, Essig und Salz.
Du brauchst
- getrocknete Lavendelblüten
- heißes Wasser
- ein Sieb
- sauberes Wischwasser
Zubereitung
Zermahle die Lavendelblüten leicht und übergieße sie mit heißem Wasser. Lass die Mischung einige Minuten ziehen und filtere sie anschließend sorgfältig.
Gib eine kleine Menge des abgekühlten Lavendelwassers in den Wischeimer.
Der Sud kann einen angenehmen Duft hinterlassen. Bei hellen, porösen oder empfindlichen Böden sollte er vorher getestet werden.
Essig und Salz sind nicht zwingend notwendig und können je nach Bodenart problematisch sein.
Bodenreiniger aus Orangenschalen
Orangenschalen werden in der Vorlage ebenfalls als duftende Zutat verwendet.
Einfache Zubereitung
- Schale einer großen Orange
- etwa 500 ml Wasser
- wenige Tropfen Spülmittel
Gib die Orangenschale mit dem Wasser in einen Topf und lasse die Mischung einige Minuten bei niedriger Hitze köcheln.
Danach vollständig abkühlen lassen und sorgfältig abseihen. Gib nur eine kleine Menge des Orangenwassers zusammen mit wenigen Tropfen Spülmittel in einen Eimer mit sauberem Wasser.
Wichtig
Orangenschalen enthalten natürliche Öle. In hoher Konzentration können diese auf manchen Oberflächen einen Film hinterlassen.
Teste die Mischung besonders bei:
- Laminat
- Parkett
- Naturstein
- matten Fliesen
- beschichteten Böden
zuerst an einer verdeckten Stelle.
Natron und Essig nicht gleichzeitig verwenden
In der Vorlage wird eine Mischung aus Orangenschalen, Salz, Natron, Spülmittel und Essig beschrieben.
Natron und Essig reagieren miteinander und neutralisieren sich weitgehend. Dabei entsteht zwar sichtbarer Schaum, doch dieser ist kein Beweis für eine besonders starke Reinigungswirkung.
Sinnvoller ist es, beide Zutaten getrennt zu verwenden:
- Natron als milde Paste für einzelne fettige Flecken;
- verdünnten Essig nur auf säurebeständigen Oberflächen gegen Kalkrückstände.
Nach jeder Behandlung sollte die Fläche mit klarem Wasser nachgewischt werden.
So werden Böden wirklich streifenfrei
Für ein sauberes Ergebnis sind meist nicht möglichst viele Zutaten, sondern die richtige Technik entscheidend.
1. Boden zuerst saugen oder kehren
Staub, Sand und Haare sollten vor dem Wischen entfernt werden. Sonst verteilen sie sich im Wasser und können empfindliche Oberflächen zerkratzen.
2. Reinigungsmittel sparsam dosieren
Mehr Reiniger bedeutet nicht automatisch mehr Sauberkeit. Eine Überdosierung ist eine der häufigsten Ursachen für Schlieren.
3. Mopp gründlich auswringen
Besonders Laminat, Parkett und Holz dürfen nur nebelfeucht gewischt werden.
4. Wasser regelmäßig wechseln
Sobald das Wischwasser deutlich grau oder trüb ist, sollte es erneuert werden.
5. In Bahnen wischen
Arbeite vom hinteren Bereich des Raumes in Richtung Tür. Gleichmäßige Bahnen verhindern sichtbare Wischspuren.
6. Bei Bedarf mit klarem Wasser nachwischen
Wenn der Boden klebrig oder matt wirkt, befinden sich wahrscheinlich Reinigungsmittelreste auf der Oberfläche.
Reinigung nach Bodenart
Laminat
Laminat sollte nur nebelfeucht gewischt werden. Vermeide große Mengen Wasser, starke Säuren, scheuernde Pulver und konzentrierte Reinigungsmittel.
Parkett und Holzböden
Verwende ausschließlich einen für die jeweilige Versiegelung geeigneten Reiniger. Essig, Waschpulver und Spülmittel können die Schutzschicht beschädigen.
Fliesen
Keramikfliesen sind meist robust. Bei den Fugen ist jedoch Vorsicht geboten, da starke Säuren sie angreifen können.
Naturstein
Marmor, Kalkstein und andere säureempfindliche Steine dürfen nicht mit Essig oder Zitrusreinigern behandelt werden. Verwende einen pH-neutralen Natursteinreiniger.
Vinyl und PVC
Diese Böden lassen sich meist mit warmem Wasser und einem milden Reiniger säubern. Alkohol und konzentrierte ätherische Öle können manche Beschichtungen beschädigen.
Warum der Boden manchmal trotz Reinigung matt bleibt
Ein matter oder streifiger Boden ist nicht immer schmutzig. Häufig sind alte Reinigungsmittelrückstände die Ursache.
In diesem Fall hilft es, den Boden mehrmals mit klarem, lauwarmem Wasser und einem sauberen Mikrofasermopp zu wischen.
Verwende dabei keinen zusätzlichen Reiniger. Wechsle das Wasser regelmäßig, bis keine schmierigen Rückstände mehr sichtbar sind.
Fazit
Für glänzende Böden brauchst du keine komplizierte Mischung aus Waschmittelkapseln, Duftperlen, Waschpulver und mehreren Reinigern. Diese Kombinationen können Rückstände hinterlassen und empfindliche Oberflächen beschädigen.
Die zuverlässigste Methode besteht aus:
- gründlichem Saugen oder Kehren;
- warmem Wasser;
- einer sehr kleinen Menge eines geeigneten Reinigers;
- einem gut ausgewrungenen Mikrofasermopp;
- regelmäßig gewechseltem Wischwasser.
Zimt-, Lavendel- oder Orangenwasser können für einen angenehmen Duft sorgen, sollten aber sparsam verwendet und vorher an einer unauffälligen Stelle getestet werden. Entscheidend ist immer, dass die Reinigung zur jeweiligen Bodenart passt.
