Ein Löffel soll die Waschmaschine schützen – was an diesem Haushaltstrick wirklich sinnvoll ist
Ein Löffel soll die Waschmaschine schützen – was an diesem Haushaltstrick wirklich sinnvoll ist
Eine saubere Waschmaschine sorgt nicht nur für frischere Wäsche, sondern kann auch unangenehme Gerüche, Ablagerungen und Funktionsstörungen reduzieren. In der Vorlage werden zahlreiche Hausmittel vorgestellt: grobes Salz als Weichspülerersatz, Waschmittelkapseln, Alufoliekugeln, Essigschwämme, Zitronen und sogar Damenbinden zur Reinigung der Gummidichtung.
Einige dieser Tipps können bei richtiger Anwendung nützlich sein. Andere sind wenig sinnvoll, unnötig oder können die Maschine und die Wäsche beschädigen. Vor jeder Anwendung solltest du deshalb die Bedienungsanleitung deiner Waschmaschine sowie die Dosierhinweise des Waschmittelherstellers beachten.
Kann Salz den Weichspüler ersetzen?
In der Vorlage wird empfohlen, grobes Salz in heißem Wasser aufzulösen, ein Mikrofasertuch darin zu tränken und dieses zusammen mit der Wäsche in die Trommel zu legen.
Vorgeschlagene Anwendung
- 3 Esslöffel grobes Salz
- heißes Wasser
- ein sauberes Mikrofasertuch
Das Salz wird vollständig im Wasser aufgelöst. Anschließend wird das Tuch in die Lösung getaucht, gut ausgewrungen und mit der Wäsche in die Maschine gelegt.
Die Vorlage empfiehlt einen Waschgang bei 40 Grad und 800 Schleuderumdrehungen.
Was dabei zu beachten ist
Salz ist kein vollwertiger Weichspüler. Es überzieht die Fasern nicht auf dieselbe Weise und kann die Wäsche deshalb nicht zuverlässig weich machen.
Eine kleine Menge vollständig aufgelöstes Salz wird der Maschine wahrscheinlich nicht sofort schaden. Regelmäßige oder größere Mengen können jedoch Metallteile, Dichtungen und bestimmte Textilien belasten.
Gib grobkörniges Salz niemals ungelöst direkt in die Trommel. Die Körner können sich in Textilien festsetzen oder empfindliche Oberflächen beschädigen.
Wer auf Weichspüler verzichten möchte, kann häufig einfach weniger Waschmittel verwenden, die Maschine nicht überladen und die Kleidung nach dem Waschen kräftig ausschütteln.
Macht Salz die Waschmaschine dauerhaft unkaputtbar?
Nein. Kein einzelner Löffel Salz kann verhindern, dass eine Waschmaschine jemals kaputtgeht.
Die Lebensdauer des Geräts hängt unter anderem ab von:
- der Wasserhärte;
- der richtigen Waschmitteldosierung;
- der Beladung;
- der Reinigung des Filters;
- der Pflege der Dichtungen;
- der Qualität der Installation;
- der Häufigkeit der Nutzung.
Der Titel der Vorlage ist daher stark übertrieben. Regelmäßige Pflege kann das Risiko von Problemen verringern, bietet aber keine Garantie gegen Defekte.
Waschmittelkapseln richtig verwenden
Die Vorlage warnt davor, dass sich Waschmittelkapseln bei niedrigen Temperaturen oder sehr kurzen Programmen möglicherweise nicht vollständig auflösen.
Das kann tatsächlich passieren, wenn:
- die Trommel überladen ist;
- das Wasser sehr kalt ist;
- ein besonders kurzes Programm gewählt wird;
- die Kapsel zwischen Kleidungsstücken eingeklemmt wird;
- die Kapsel falsch eingelegt wird.
So werden Kapseln richtig verwendet
Lege die Kapsel normalerweise zuerst hinten in die leere Trommel. Gib anschließend die Wäsche hinein.
Lege sie nicht:
- in die Waschmittelschublade;
- oben auf einen sehr vollen Wäscheberg;
- in ein Fach für Flüssigwaschmittel;
- mit nassen Händen in die Maschine.
Welche Temperatur und welches Programm geeignet sind, steht auf der Verpackung. Nicht jede Kapsel benötigt zwingend mehr als 40 Grad. Viele Produkte sind ausdrücklich für niedrige Temperaturen entwickelt.
Entscheidend sind daher immer die Herstellerangaben und eine ausreichend lange Waschzeit.
Können Kapselreste Rohre und Filter verstopfen?
Nicht vollständig aufgelöste Hüllen können klebrige Rückstände auf der Wäsche, an der Trommel oder in der Dichtung hinterlassen.
Dass sie zwangsläufig Rohre verstopfen oder die gesamte Maschine beschädigen, lässt sich aus der Vorlage jedoch nicht sicher ableiten. Häufiger entstehen Gerüche und Ablagerungen durch:
- zu viel Waschmittel;
- häufige Niedrigtemperaturprogramme;
- feuchte Dichtungen;
- ein verschmutztes Waschmittelfach;
- stehendes Wasser im Filter;
- dauerhaft geschlossene Türen.
Wer Rückstände bemerkt, sollte die Trommel nicht überladen und ein längeres, für die Wäsche geeignetes Programm wählen.
Alufoliekugeln gegen statisch aufgeladene Kleidung
Die Vorlage empfiehlt vier Kugeln aus Aluminiumfolie, die zusammen mit der Wäsche in die Waschmaschine gelegt werden sollen.
Diese Methode wird häufig gegen elektrostatische Aufladung empfohlen. Sie ist jedoch eher für den Wäschetrockner bekannt als für die Waschmaschine.
In der Waschmaschine können scharfkantige oder schlecht geformte Alufoliekugeln:
- empfindliche Textilien beschädigen;
- sich zwischen Trommel und Dichtung setzen;
- sich mit der Zeit auflösen;
- kleine Metallreste hinterlassen.
Für die Waschmaschine ist dieser Trick daher nicht zu empfehlen.
Gegen statische Aufladung helfen eher:
- Kunstfasern getrennt waschen;
- Kleidung nicht übertrocknen;
- die Schleuderdrehzahl anpassen;
- geeignete Trocknerbälle verwenden;
- Textilien leicht restfeucht aus dem Trockner nehmen.
Die drei Fächer der Waschmittelschublade
Die Erklärung der Waschmittelfächer gehört zu den sinnvollsten Teilen der Vorlage.
Bei vielen Waschmaschinen gilt:
Fach I
Dieses Fach ist für das Waschmittel der Vorwäsche vorgesehen.
Es wird nur benötigt, wenn tatsächlich ein Programm mit Vorwäsche gewählt wird.
Fach II
Hier kommt das Waschmittel für die Hauptwäsche hinein.
Je nach Maschine können hier verwendet werden:
- Waschpulver;
- Flüssigwaschmittel;
- Fleckenmittel.
Manche Schubladen besitzen einen beweglichen Einsatz für Flüssigwaschmittel. Seine Position hängt vom Gerätemodell ab.
Fach mit Blumensymbol
Dieses Fach ist für Weichspüler vorgesehen.
Die maximale Füllmarkierung darf nicht überschritten werden. Zu viel Weichspüler kann Rückstände und unangenehme Ablagerungen verursachen.
Da die Anordnung je nach Hersteller unterschiedlich sein kann, ist die Bedienungsanleitung entscheidend.
Die Gummidichtung richtig reinigen
In der Vorlage werden mit Reinigungsmittel getränkte Damenbinden in die Gummidichtung gelegt.
Davon ist abzuraten. Die saugfähigen Materialien können Fasern, Klebstoffe oder Rückstände hinterlassen. Zudem ist es unnötig, Hygieneprodukte dafür zu verwenden.
Eine sichere Alternative
Du brauchst:
- ein Mikrofasertuch;
- warmes Wasser;
- etwas mildes Spülmittel;
- eine weiche Bürste oder alte Zahnbürste.
Ziehe die Gummidichtung vorsichtig zurück und entferne:
- Haare;
- Münzen;
- Papier;
- Waschmittelreste;
- sichtbaren Schmutz.
Wische die Dichtung anschließend mit einem leicht feuchten Tuch sauber und trockne sie gründlich ab.
Bei Schimmel sollte zuerst die Anleitung des Herstellers geprüft werden. Verwende keine aggressiven Mischungen, die das Gummi beschädigen könnten.
Schwämme mit Essig in der Waschmittelschublade
Die Vorlage schlägt vor, zwei Schwämme mit Essig zu tränken, in die Schublade zu legen und anschließend ein Waschprogramm zu starten.
Diese Methode ist nicht ideal. Schwämme gehören nicht in den Wasserkreislauf einer Waschmaschine. Teile des Materials könnten sich lösen und Leitungen oder Filter belasten.
Waschmittelschublade sicher reinigen
- Ziehe die Schublade vollständig heraus.
- Beachte dabei die Entriegelung des Geräts.
- Spüle sie unter warmem Wasser ab.
- Entferne Ablagerungen mit einer kleinen Bürste.
- Reinige auch den Schacht mit einem feuchten Tuch.
- Trockne alles, bevor du die Schublade wieder einsetzt.
Bei starken Ablagerungen kann die Schublade einige Minuten in warmem Wasser mit etwas Spülmittel eingeweicht werden.
Zitrone und Zahnpasta in der Trommel
Die Vorlage empfiehlt, eine halbierte Zitrone mit Zahnpasta zu bestreichen und in die Trommel zu legen.
Diese Methode sollte nicht angewendet werden.
Zahnpasta enthält Schleifkörper, Bindemittel, Aromen und weitere Stoffe, die für Waschmaschinen nicht vorgesehen sind. Zitronenstücke können Fruchtfleisch, Kerne und Fasern im Filter oder in der Dichtung hinterlassen.
Auch Zitronensäure sollte nicht unkontrolliert eingesetzt werden. In falscher Dosierung kann sie empfindliche Bauteile angreifen.
Verwende für eine Maschinenreinigung lieber:
- ein vom Hersteller empfohlenes Maschinenreinigungsprogramm;
- einen geeigneten Waschmaschinenreiniger;
- die vorgeschriebene Menge Waschpulver bei einem heißen Leerwaschgang, sofern die Anleitung dies zulässt.
Natron in der Gummidichtung
Natron wird in der Vorlage zum Schrubben der Dichtung empfohlen.
Als milde Paste kann Natron oberflächlichen Schmutz lösen. Es sollte jedoch sparsam verwendet und danach vollständig entfernt werden.
Scheuere nicht stark, da die Gummidichtung beschädigt werden kann. Verwende keine harten Bürsten oder scharfkantigen Gegenstände.
Den Filter regelmäßig reinigen
Der Hinweis auf den Filter ist wichtig. Dort sammeln sich häufig:
- Flusen;
- Haare;
- Münzen;
- Knöpfe;
- kleine Fremdkörper;
- Restwasser.
So gehst du vor
- Schalte die Waschmaschine aus.
- Ziehe den Netzstecker.
- Lege Handtücher und eine flache Schale vor die Filteröffnung.
- Öffne den Filter langsam.
- Fange austretendes Wasser auf.
- Entferne Fremdkörper und Ablagerungen.
- Setze den Filter korrekt wieder ein.
Eine saugfähige Unterlage kann helfen. Eine Windel ist dafür aber nicht erforderlich; alte Handtücher reichen in der Regel aus.
Was wirklich gegen schlechte Gerüche hilft
Unangenehme Gerüche entstehen häufig, wenn Feuchtigkeit und Waschmittelreste lange in der Maschine bleiben.
Diese Maßnahmen sind besonders hilfreich:
- Tür nach dem Waschen geöffnet lassen;
- Waschmittelschublade leicht herausziehen;
- Dichtung trocken wischen;
- Waschmittel korrekt dosieren;
- regelmäßig ein wärmeres Programm verwenden;
- Filter und Schublade reinigen;
- feuchte Wäsche sofort entnehmen;
- Maschine nicht dauerhaft überladen.
Auch zu viel Waschmittel kann schlechte Gerüche verursachen, weil es nicht vollständig ausgespült wird und Ablagerungen bildet.
Wie häufig sollte die Waschmaschine gereinigt werden?
Eine leichte Pflege ist nach fast jedem Waschgang möglich:
- Tür offen lassen;
- Dichtung kontrollieren;
- Trommel trocknen lassen.
Etwa einmal im Monat oder je nach Nutzung empfiehlt sich:
- Waschmittelschublade reinigen;
- Dichtung gründlicher auswischen;
- Filter überprüfen;
- Maschinenpflegeprogramm starten.
Bei sehr hartem Wasser oder intensiver Nutzung kann eine häufigere Pflege notwendig sein.
Darf Essig in die Waschmaschine?
Essig wird häufig als natürlicher Weichspüler und Entkalker empfohlen. Eine gelegentliche, stark verdünnte Anwendung wird von manchen Menschen problemlos genutzt.
Viele Waschmaschinenhersteller raten jedoch von regelmäßigem Essiggebrauch ab, weil die Säure langfristig Dichtungen und Schläuche belasten kann.
Verwende Essig daher nur, wenn der Hersteller deiner Maschine dies ausdrücklich erlaubt.
Mische Essig niemals mit:
- Chlorreinigern;
- Bleichmitteln;
- Wasserstoffperoxid;
- unbekannten Reinigungsprodukten.
Dabei können gefährliche Dämpfe oder chemische Reaktionen entstehen.
Fazit
Ein einzelner Löffel Salz kann weder den Weichspüler vollständig ersetzen noch garantieren, dass die Waschmaschine niemals kaputtgeht. Viele virale Haushaltstricks sind stark übertrieben und können bei falscher Anwendung mehr schaden als nutzen.
Für eine lange Lebensdauer sind vor allem diese Punkte entscheidend:
- Waschmittel richtig dosieren;
- die Maschine nicht überladen;
- Waschmittelfächer korrekt verwenden;
- Dichtung und Schublade sauber halten;
- Filter regelmäßig kontrollieren;
- Kapseln nach Packungsanweisung verwenden;
- die Maschine nach dem Waschen trocknen lassen;
- nur geeignete Pflegeprodukte einsetzen.
Mit einer einfachen und regelmäßigen Pflegeroutine bleibt die Waschmaschine sauberer, riecht frischer und arbeitet zuverlässiger – ganz ohne riskante Experimente mit Alufolie, Schwämmen, Zahnpasta oder Zitronenstücken.
