So reinigst du den Fettfilter deiner Dunstabzugshaube – fast ohne Schrubben

So reinigst du den Fettfilter deiner Dunstabzugshaube – fast ohne Schrubben

Auf dem Metallfilter einer Dunstabzugshaube sammeln sich mit der Zeit Fett, Staub und Kochrückstände. Wird er zu selten gereinigt, kann die Luft schlechter zirkulieren und die Haube verliert an Leistung. Außerdem entstehen häufig unangenehme Gerüche.

Mit warmem Wasser und einem geeigneten Fettlöser lässt sich der Filter oft deutlich leichter reinigen. In der Vorlage wird dafür eine Geschirrspültablette verwendet. Die Methode kann bei robusten Metallfiltern funktionieren, sollte aber immer an die Hinweise des Herstellers angepasst werden.

Wie oft sollte der Fettfilter gereinigt werden?

Wie häufig eine Reinigung nötig ist, hängt davon ab, wie oft und wie fettreich gekocht wird.

Als grobe Orientierung:

  • bei täglichem Kochen etwa alle vier Wochen;
  • bei gelegentlicher Nutzung alle zwei bis drei Monate;
  • nach starkem Braten oder Frittieren bei Bedarf früher.

Ein stark verfetteter Filter sollte nicht monatelang weiterverwendet werden. Das Fett kann die Leistung beeinträchtigen und stellt bei großer Ansammlung auch ein erhöhtes Brandrisiko dar.

Fettfilter ausbauen

Schalte die Dunstabzugshaube aus und lass sie vollständig abkühlen.

Öffne anschließend die Verriegelung des Metallfilters. Halte ihn dabei mit einer Hand fest, damit er nicht herunterfällt.

Prüfe vor der Reinigung:

  • ob der Filter aus Aluminium oder Edelstahl besteht;
  • ob er spülmaschinengeeignet ist;
  • ob der Hersteller alkalische Reiniger erlaubt;
  • ob sich noch ein Aktivkohlefilter dahinter befindet.

Aktivkohlefilter dürfen normalerweise nicht wie Metallfettfilter eingeweicht werden. Sie müssen je nach Modell ausgetauscht oder nach Herstellervorgabe regeneriert werden.

Methode mit einer Geschirrspültablette

Du brauchst

  • eine ausreichend große, hitzebeständige Wanne oder Schüssel;
  • warmes Wasser;
  • 1 Geschirrspültablette;
  • Schutzhandschuhe;
  • ein weiches Tuch oder eine weiche Bürste.

Anwendung

Lege den ausgebauten Metallfilter flach in eine große Wanne.

Bei einer empfindlichen Acrylbadewanne solltest du den Filter nicht direkt auf die Oberfläche legen. Verwende eine Kunststoffwanne oder lege ein altes Handtuch darunter, damit keine Kratzer entstehen.

Gib etwas lauwarmes Wasser hinzu. Löse die Geschirrspültablette separat in heißem Wasser auf und gieße die Lösung vorsichtig über den Filter.

Lass alles etwa 15 bis 30 Minuten einwirken. Das heiße Wasser und die fettlösenden Inhaltsstoffe sollen die Ablagerungen aufweichen.

Anschließend kannst du den Filter mit einer weichen Bürste vorsichtig bearbeiten. Bei regelmäßig gereinigten Filtern reicht häufig schon gründliches Abspülen.

Kein kochendes Wasser auf empfindlichen Oberflächen

In der Vorlage werden zwei Liter kochendes Wasser direkt auf den Filter in der Badewanne gegossen. Das ist nicht immer empfehlenswert.

Kochendes Wasser kann:

  • Acrylbadewannen verformen oder beschädigen;
  • Dichtungen und Kunststoffteile belasten;
  • Aluminiumfilter verfärben;
  • zu Verbrühungen führen.

Verwende besser heißes, aber nicht sprudelnd kochendes Wasser. Trage Handschuhe und gieße die Flüssigkeit langsam ein.

Filter gründlich abspülen und trocknen

Nach der Einwirkzeit muss der Filter mit reichlich klarem Wasser abgespült werden. Es dürfen keine Rückstände der Geschirrspültablette im Gitter verbleiben.

Stelle den Filter anschließend senkrecht auf ein Handtuch und lass ihn vollständig trocknen.

Setze ihn erst wieder ein, wenn keine Feuchtigkeit mehr vorhanden ist.

Darf der Filter in die Spülmaschine?

Viele Metallfettfilter sind spülmaschinengeeignet. Prüfe dies jedoch unbedingt in der Bedienungsanleitung.

Aluminiumfilter können sich durch stark alkalische Spülmaschinenreiniger dunkel verfärben oder matt werden. Das beeinträchtigt nicht unbedingt ihre Funktion, kann aber optisch störend sein.

Wenn der Hersteller die Spülmaschine erlaubt:

  • Filter möglichst separat einräumen;
  • stark verschmutztes Geschirr nicht gleichzeitig spülen;
  • ein geeignetes Programm wählen;
  • Filter anschließend vollständig trocknen lassen.

Backofen mit heißem Wasserdampf reinigen

Die Vorlage nennt außerdem eine Methode mit Wasser, Essig, Natron und Zitronenschalen auf einem Backblech.

Der entstehende Wasserdampf kann angetrocknete Rückstände im Backofen etwas aufweichen. Essig und Natron sollten jedoch nicht gleichzeitig als vermeintlich besonders starker Reiniger verwendet werden.

Beide Stoffe reagieren miteinander und neutralisieren sich weitgehend. Der sichtbare Schaum ist kein Beweis für eine höhere Reinigungsleistung.

Schonendere Dampfmethode

  • Backofen ausschalten und grobe Krümel entfernen.
  • Eine hitzebeständige Form mit Wasser hineinstellen.
  • Backofen kurz auf niedrige bis mittlere Temperatur erwärmen.
  • Danach ausschalten und etwas abkühlen lassen.
  • Gelösten Schmutz mit einem feuchten Tuch abwischen.

Beachte dabei immer die Reinigungsanleitung des Geräteherstellers.

Backofenreinigung mit einer Geschirrspültablette

Eine aufgelöste Geschirrspültablette kann bei robusten, emaillierten Flächen Fett lösen. Sie ist jedoch stark alkalisch und nicht für alle Oberflächen geeignet.

Verwende sie nicht auf:

  • Aluminiumteilen;
  • katalytischen Seitenwänden;
  • Heizstäben;
  • Ventilatoröffnungen;
  • Gummidichtungen;
  • empfindlichen Beschichtungen.

Trage Handschuhe und lüfte die Küche gut. Entferne nach der Behandlung sämtliche Reinigerreste mit mehreren Durchgängen klarem Wasser.

Alufolie im Backofen: Vorsicht vor Kratzern

In der Vorlage werden verschmutzte Flächen mit Alufolie abgedeckt und später mit einer Folienkugel abgerieben.

Davon ist bei beschichteten Backöfen und Glasscheiben abzuraten. Alufolie kann Kratzer hinterlassen und empfindliche Emaille beschädigen.

Sicherer sind:

  • ein weicher Schwamm;
  • ein Mikrofasertuch;
  • ein Kunststoffschaber für geeignete Flächen;
  • ein vom Hersteller empfohlener Backofenreiniger.

Auch beim Einweichen mit Küchenpapier muss darauf geachtet werden, dass keine Flüssigkeit in Lüftungsöffnungen oder elektrische Bauteile läuft.

Induktionskochfeld mit Natron und Zitrone reinigen

Die Kombination aus Natron und einer halben Zitrone wird in der Vorlage für Induktionskochfelder empfohlen.

Natron wirkt leicht scheuernd. Bei zu starkem Reiben kann es auf empfindlichen Glaskeramikflächen feine Kratzer verursachen. Auch Zitronensäure ist nicht immer nötig.

Sicherere Reinigung

  1. Kochfeld vollständig abkühlen lassen.
  2. Lose Krümel entfernen.
  3. Ein feuchtes Mikrofasertuch mit wenig Spülmittel verwenden.
  4. Eingebrannte Reste mit einem geeigneten Kochfeldschaber entfernen.
  5. Mit klarem Wasser nachwischen.
  6. Mit einem weichen Tuch trocknen.

Wenn Natron verwendet wird, sollte es stark mit Wasser verdünnt und ohne Druck aufgetragen werden. Teste die Methode vorher an einer kleinen Stelle.

Stahlwolle niemals auf empfindlichen Flächen verwenden

Die Vorlage empfiehlt Stahlwolle zusammen mit Natron, Spülmittel und Essig für angebrannte Töpfe.

Stahlwolle kann zwar robuste, unbeschichtete Metallflächen reinigen, beschädigt aber viele Materialien dauerhaft.

Nicht verwenden auf:

  • Antihaftbeschichtungen;
  • Glaskeramik;
  • Edelstahlflächen mit sichtbarer Schliffrichtung;
  • Emaille;
  • polierten Oberflächen;
  • Aluminium;
  • Backofenglas.

Selbst auf Edelstahltöpfen kann Stahlwolle tiefe Kratzer hinterlassen. Verwende besser einen nicht kratzenden Topfschwamm und lass angebrannte Rückstände zunächst mit warmem Wasser und Spülmittel einweichen.

Natron und Essig neutralisieren sich

In mehreren Methoden der Vorlage werden Natron und Essig zusammengegeben. Dabei entsteht Kohlendioxid, das für die Schaumbildung verantwortlich ist.

Dieser Effekt sieht eindrucksvoll aus, bedeutet aber nicht, dass die Mischung stärker reinigt. Nach der Reaktion bleiben hauptsächlich Wasser und Salze zurück.

Sinnvoller ist eine getrennte Anwendung:

  • Natron als milde Paste gegen fettige Rückstände;
  • Essig verdünnt gegen Kalk auf säurebeständigen Flächen.

Die behandelte Oberfläche sollte zwischen beiden Anwendungen gründlich abgespült werden.

Spülmaschine gründlich reinigen

Die regelmäßige Reinigung der Spülmaschine kann Gerüche reduzieren und die Spülleistung verbessern.

1. Sieb herausnehmen

Ziehe den unteren Geschirrkorb heraus und entferne das Sieb entsprechend der Bedienungsanleitung.

Dort sammeln sich häufig:

  • Speisereste;
  • Fett;
  • Etiketten;
  • Glassplitter;
  • kleine Fremdkörper.

Spüle das Sieb unter warmem Wasser ab und reinige es mit einer weichen Bürste und etwas Spülmittel.

2. Dichtungen reinigen

Wische die Türdichtungen und Kanten mit einem feuchten Tuch ab. Diese Bereiche werden während des Spülprogramms oft nicht vollständig erreicht.

Verwende keine scharfkantigen Gegenstände, damit die Dichtungen nicht beschädigt werden.

3. Sprüharme kontrollieren

Prüfe, ob die Öffnungen der Sprüharme frei sind. Kleine Speisereste können den Wasserstrahl blockieren.

Reinige sie nur nach den Vorgaben des Herstellers.

4. Salzbehälter überprüfen

Kontrolliere, ob der Deckel korrekt geschlossen und frei von Ablagerungen ist.

Fülle ausschließlich spezielles Regeneriersalz für Spülmaschinen ein. Normales Speise- oder grobes Haushaltssalz ist dafür ungeeignet.

Natron und Essig in der Spülmaschine

Die Vorlage empfiehlt, Natron auf den Boden zu streuen und gleichzeitig eine Schüssel Essig in den oberen Korb zu stellen.

Da sich beide Mittel neutralisieren, sollten sie besser nicht gleichzeitig eingesetzt werden. Außerdem raten manche Hersteller von Essig ab, da Säure Dichtungen und Metallteile langfristig belasten kann.

Verwende vorzugsweise:

  • das Maschinenpflegeprogramm;
  • einen geeigneten Spülmaschinenreiniger;
  • die vom Hersteller empfohlene Dosierung.

Hausmittel sollten nur eingesetzt werden, wenn die Bedienungsanleitung dies ausdrücklich erlaubt.

Reinigungsmittel niemals wahllos mischen

Mische Geschirrspültabletten, Backofenreiniger, Essig, Chlorprodukte oder andere Reiniger nicht miteinander.

Besonders gefährlich sind Kombinationen aus:

  • Chlorreiniger und Essig;
  • Chlorreiniger und Alkohol;
  • verschiedenen WC- oder Backofenreinigern;
  • Wasserstoffperoxid und Essig;
  • unbekannten Reinigungsprodukten.

Dabei können giftige Gase, starke Wärme oder aggressive Flüssigkeiten entstehen.

So bleibt die Dunstabzugshaube länger sauber

Mit einer regelmäßigen Pflegeroutine lässt sich verhindern, dass sich eine dicke Fettschicht bildet.

  • Metallfilter regelmäßig reinigen.
  • Außenflächen nach dem Kochen abwischen.
  • Fettige Spritzer möglichst sofort entfernen.
  • Beim Braten die Haube frühzeitig einschalten.
  • Haube einige Minuten nach dem Kochen weiterlaufen lassen.
  • Aktivkohlefilter nach Herstellerangabe austauschen.
  • Keine brennbaren Fettablagerungen entstehen lassen.

Fazit

Ein Metallfettfilter lässt sich häufig mit heißem Wasser und einem fettlösenden Reiniger deutlich leichter säubern. Eine Geschirrspültablette kann bei geeigneten Filtern helfen, sollte aber vollständig aufgelöst und anschließend gründlich abgespült werden.

Kochendes Wasser in einer empfindlichen Badewanne, Alufolie als Scheuermittel und Stahlwolle auf beschichteten Flächen sind dagegen riskant. Auch Natron und Essig müssen nicht miteinander vermischt werden, da sie sich weitgehend neutralisieren.

Am sichersten ist eine regelmäßige Reinigung mit milden, für das jeweilige Material geeigneten Produkten. So bleibt die Dunstabzugshaube leistungsfähig, sauber und frei von dicken Fettablagerungen.

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